Zwölf Feuerwehrleute verletzt

Waldbrand am Thumsee unter Kontrolle

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Das Feuer am Thumsee konnte erst am Montag unter Kontrolle gebracht werden.

Bad Reichenhall - Erleichterung am Thumsee: Der Waldbrand ist unter Kontrolle. Nun müssen hunderte Glutnester bekämpft werden, damit kein neues Feuer ausbricht. Die Einsatzkräfte hoffen auf Regen: „Ein bisschen Hilfe von oben wäre gut.“

Nach dem Waldbrand am oberbayerischen Thumsee bei Bad Reichenhall waren die Löscharbeiten am Montag noch in vollem Gange. Das offene Feuer hatten die Einsatzkräfte bereits am Morgen unter Kontrolle gebracht. Anschließend versuchten sie, mit Wasser aus dem See hunderte Glutnester zu bekämpfen. „Wenn man jetzt aufhören würde zu löschen, würden die Glutnester wieder aufflammen und ein neuer Brand entstehen“, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Berchtesgadener Land. Zwölf Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeiten leichte Rauchvergiftungen. Der Waldbrand auf einer Fläche von rund 25 Hektar war am Samstagabend vermutlich durch einen Blitzschlag ausgelöst worden.

400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr sowie vier Hubschrauber waren am Montag noch im Einsatz. Die Hubschrauber nahmen vom Thumsee Wasser auf und ließen es über den Bergwald ab. Gleichzeitig kämpften die Rettungskräfte mit langen Schlauchleitungen von Hand gegen die gefährlichen Glutnester. Wegen der schwierigen Lage des Brandorts an einem Steilhang wurden sie dabei von der Bergwacht gesichert.

In Bad Reichenhall hofft man nun, dass das Wetter mitspielt. Wie der Landratsamts-Sprecher sagte, ist für den Abend Regen angekündigt. „Ein bisschen Hilfe von oben wäre gut.“

Am Sonntag hatte das Landratsamt den Katastrophenalarm ausgerufen, der auch am Montag noch bestand. Wann er wieder aufgehoben wird, war zunächst unklar. Die Nachlöscharbeiten würden sich noch einige Tage hinziehen, hieß es. 2007 hatte am Thumsee der Wald schon einmal gebrannt, auch damals riefen die Behörden den Katastrophenfall aus.

Durch die Änderung der Wetterlage hat sich die Waldbrandgefahr in Bayern nach Angaben des Forstministeriums vom Montag deutlich verringert. Der Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weise in weiten Teilen Bayerns zu Wochenbeginn nur noch die Stufe zwei auf der fünfstufigen Skala aus. Allerdings sei in den nächsten Tagen wieder mit steigender Waldbrandgefahr zu rechnen.

Bilder vom Großfeuer

Bergwald am Thumsee in Flammen

dpa

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