Grund ist unerwartet

Garmisch verbietet G7-Protest-Camp

+
Hier wollen die G7-Gegner ihr Protestlager zum Gipfel in Elmau errichten.

Garmisch-Partenkirchen - Die Entscheidung ist gefallen: Der Markt Garmisch-Partenkirchen hat das umstrittene Camp der G7-Gegner verboten. Der Grund scheint unerwartet.

Der Garmisch-Partenkirchner Gastwirt R. hatte mit dem Aktionsbündnis „Stop G7 Elmau" einen Pachtvertrag geschlossen - dieser ist nun erst einmal hinfällig. Der Markt hat das Protest-Lager an der Loisach rund zwei Wochen vor Beginn des Gipfels verboten. Angekündigt war die Entscheidung für frühestens Ende der vergangenen Woche, nun ist der Bescheid herausgegangen. Er liegt der Online-Redaktion vor.

Der Grund für das Verbot scheint allerdings unerwartet: Die geplante Fläche für das Lager der G7-Gegner befindet sich demnach im Hochwasser-Überschwemmungsgebiet. Dies stellt laut Bescheid eine Gefährdung für die Teilnehmer des Zeltlagers dar, insbesondere bei der derzeitigen Wetterlage. Im Fall des Falles gäbe es für Rettungskräfte kaum ein Durchkommen.

G7-Gegnern sollte es nicht leicht gemacht werden

Auch andere Behörden äußerten offenbar Bedenken gegen den Standort. Von Anfang an hieß es, dass es den Gegnern nicht leicht gemacht werde. Erste Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer äußert sich in dem Schreiben wie folgt: "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sondern mussten vielmehr die Ansprüche der Antragsteller mit den Belangen der Sicherheit und Ordnung abwägen. Unabhängig davon bleibe ich aber bei meiner Auffassung, dass es für die verfassungsrechtliche geschützte Demonstrationsfreiheit eben keiner Camps bedarf."

Das Camp war höchst umstritten: 1.000 G7-Gegner wollten ihr Lager aufschlagen. Laut bayerischem Innenministerium waren solche Camps in der Vergangenheit Brutstätten der Gewalt. Nach Medienberichten war Gastronom R. bereits Anfeindungen ausgesetzt, weil er die Wiese an die Gegner verpachtet hatte.

Noch ist allerdings laut Bild nicht das letzte Wort gesprochen: Die G7-Gegner können immer noch klagen, das hätten sie ja auch bereits angekündigt.

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Vorfahrt missachtet - zwei Schwerverletzte bei Autounfall
Vorfahrt missachtet - zwei Schwerverletzte bei Autounfall
Toter Mann im Weßlinger See von Ehefrau identifiziert
Toter Mann im Weßlinger See von Ehefrau identifiziert
Krün wird Deutschlands Wellness-Hochburg
Krün wird Deutschlands Wellness-Hochburg
Eurojackpot: Oberbayern hat einen Millionär mehr - zumindest fast
Eurojackpot: Oberbayern hat einen Millionär mehr - zumindest fast

Kommentare