42-Jähriger vor Gericht

Betrug: Millionen mit Phantasie-Aktien

München - Mit verbilligten Mitarbeiter-Aktien, auf die nur er Zugriff habe, hat ein Finanzdienstleister die Gier seiner Kunden geweckt.

Doch seit Montag muss sich Jens B. wegen nicht vorhandener Firmenbeteiligungen und Geldanlagen in Millionenhöhe vor Gericht verantworten. Die Anklage wirft dem 42-Jährigen vor, Anleger mit Hilfe eines Schneeballsystems betrogen zu haben. Etwa 700 Geschädigte fielen auf ihn herein. Insgesamt entstand ein Schaden im hohen zweistelligen Millionenbereich. Allein von 2009 bis Mitte 2013 sollen seine Kunden mehr als 56 Millionen Euro an den 42-Jährigen gezahlt haben.

Mit dem Geld neuer Kunden beglich er Verbindlichkeiten gegenüber früheren Anlegern und zahlte Provisionen. Etwa sieben Millionen Euro soll Jens B. für sich ausgegeben haben – unter anderem für 21 Autos. Der 42-Jährige erklärte, er sei von seinem Handeln wie im Rausch gewesen. Heute sei er mittellos. Der Mann hat keine Qualifikation. Zum Finanzdienstleister habe er sich selbst „ausgebildet“.

Der Prozess dauert an.

tz

Rubriklistenbild: © dpa

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