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Junger Mann klaut sich Altar zusammen

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Garmisch-Partenkirchen - Aus Kreuzen, Heiligenfiguren und Bildern, die er auf Friedhöfen im Landkreis gestohlen hatte, baute sich ein junger Garmisch-Partenkirchner daheim einen Altar - um sich gegen seine Homosexualität zu schützen.

Ungewöhnliche Wohnungsgestaltung: Mit sakralen Gegenständen hat ein junger Garmisch-Partenkirchner sein Zimmer, Küche und weitere Räume dekoriert. Um sich vor Sünden zu schützen - nach eigenem Bekunden spürte er homosexuelle Neigungen -, baute er gar einen Altar auf. Mit dieser Pracht gab es aber ein Problem: Sie war zusammengestohlen - und zwar auf Friedhöfen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Deshalb stand der 23-Jährige jetzt wegen 25 Diebstählen, an denen zum Teil andere Jugendlichen beteiligt gewesen waren, vor dem Jugendschöffengericht.

Nach dreistündiger Verhandlung verkündete Vorsitzender Richter Stefan Lindig ein bemerkenswertes Urteil: zwei Jahre Jugendstrafe, zur Bewährung ausgesetzt, 750 Euro Geldauflage, 75 Stunden Sozialarbeit und ein halbes Jahr Begleitung durch einen Betreuer. Hintergrund war auch, dass der Angeklagte seine Taten wieder gutgemacht und keinen der sakralen Gegenstände verkauft habe. (wk)

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