Trauergottesdienst für getötete Feuerwehrfrau in Langenbach – am Tag ihres Geburtstags

Bewegender Abschied von Gerti

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Das Opfer Gertraud H.

Langenbach - Sie hätte am Samstag ihren 46. Geburtstag gefeiert: Gertraud H., die am Donnerstagmorgen erwürgt worden war (tz berichtete).

Stattdessen kam der halbe Ort zusammen, um in einer bewegenden Trauerfeier Abschied von der Mutter dreier Töchter zu nehmen. Die Pfarrkirche in Langenbach war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Pfarrer Kaspar Müller versuchte, den Hinterbliebenen Trost zu spenden.

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Sowohl vor als auch in der Kirche spielten sich herzzerreißende Szenen ab, umarmten sich Familienangehörige des Opfers und gute Freunde. Sie alle ließen ihrer Trauer über die schrecklichen Folgen des „unglaublichen Verhängnisses“, in das Gertraud H. und ihr Ehemann, der mutmaßliche Täter, verstrickt gewesen waren, freien Lauf.

In seiner Trauerrede betrachtete der Langenbacher Geistliche Kaspar Müller das „Z’sammloana“, also die Hilfestellung durch die Dorfgemeinschaft, als wichtigen Teil der Trauerbewältigung. An die drei Töchter und die Angehörigen richtete er die Worte: „Gott begleitet euch durch die finstersten Täler des Lebens.“

Walter Schmidt, Kommandant der Langenbacher Feuerwehr, die ebenso wie die Kollegen aus Hummel mit einer Fahnenabordnung am Trauergottesdienst teilnahm, bekannte: „Ich bin fassungslos. Ich finde keine Worte.“ Die „Gerti“, wie die Frauenbeauftragte der Langenbacher Wehr genannt worden sei, sei „gar nicht wegzudenken“, sei als starke und liebenswerte Persönlichkeit „unersetzlich“. Schmidt verlieh Gertraud H. das Leistungszeichen Technische Hilfeleistung, das sie am kommenden Freitag sicherlich mit Erfolg abgelegt hätte. „Sie ist und bleibt bei uns“, sagte Schmidt.

Gertraud H. war am Donnerstagmorgen von Polizisten bewusstlos auf der Zufahrt ihrer Gärtnerei gefunden worden. Sie hatte Würgemale am Hals. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch einen Notarzt starb sie noch am Tatort.

Kurz danach wurde Ehemann Ingo H. (47) festgenommen. Inzwischen sitzt der Gärtnermeister in Untersuchungshaft – wegen Totschlags. Über ein Motiv schweigt sich Ingo H. noch aus. Es war in Langenbach einen offenes Geheimnis, dass sich Gertraud H. von ihm wegen eines anderen Mannes getrennt hatte.

A. Beschorner

Quelle: tz

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