Immer mehr Vorurteile?

Bischof sorgt sich um das Männerbild

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Ludwig Schick

Bamberg - Sind Deutschlands Männer in der Krise? Ist unser Bild vom Mann wirklich verzerrt? Ja! – wenn es nach dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick geht.

Seiner Meinung nach müssen Männer heutzutage immer mehr mit Vorurteilen kämpfen. Das führt nach seiner Einschätzung zu einer Sinnkrise.

Männer würden noch oft mit überholten Klischees dargestellt: Sie würden, so das Bild, zu Gewalt, Alkohol und Drogen neigen sowie Veränderungen ablehnen. „Männer bestehen in der Öffentlichkeit oft nur aus der unteren Hälfte ihres Körpers und ihrer Außenseite wie Muskeln, Haare und Gesichtszüge; Herz und Hirn sollen ihnen fehlen“, sagte Schick laut Pressemitteilung bei einem Gottesdienst in Maria Limbach (Landkreis Haßberge).

Deshalb seien viele Männer verunsichert und in der Krise. Den Männern riet er, „sich nicht selbst zum Gott“ zu machen, aber auch nicht zum „Götzen des Konsums und der Bequemlichkeit, nicht zum Macho und nicht zum Pascha“ zu werden.

Stattdessen sollten sie gemeinschaftsliebende, respektvolle Mitmenschen sein und sich um andere Menschen kümmern. „Dann ist ein Mann ein guter Mann“, ergänzte der katholische Geistliche.

Schick ist Beauftragter für die Männerseelsorge in der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).

tz

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