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„Eindeutig, wohin die Reise geht“: Wetter-Ausblick auf den Monatswechsel – eine ernste Sorge bleibt

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Von: Felix Herz

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Nach einem verregneten Mai steht der Sommer nun zum Monatswechsel in den Startlöchern – bereits rund um Pfingsten wird es sehr warm und trocken.

Nürnberg – In ganz Bayern schien am Wochenende die Sonne, auch über Mittelfranken zeigte sich das Wetter von seiner frühsommerlichen Seite. Bleibt es nun so? Diese Frage stellen sich derzeit viele regengebeutelte Menschen in Bayern und blicken gespannt auf die Vorhersagen zum Monatswechsel. Und es zeichnet sich ab: Der Sommer nimmt bald an Fahrt auf.

Mittelfranken vor meteorologischem Sommeranfang: Hält das Wetter, was es verspricht?

Laut wettermail.de, in der Stefan Ochs über das aktuelle Wetter in der Region Mittelfranken berichtet, wird es in den kommenden Tagen bis zum Wochenende noch eher wolkig und kühl. Dann steigen langsam aber sicher die Temperaturen. Meteorologe Dominik Jung erklärt im neuesten Wetter-Video von wetternet auf YouTube, dass am Samstag, 27. Mai, schon 21 Grad, am Sonntag, 28. Mai, schon 23 Grad locken.

Zum anstehenden Monatswechsel nimmt der Sommer langsam Fahrt auf – und wird sich auch schon mit seinen viel zu trockenen Begleiterscheinungen zeigen. (Symbolbild)
Zum anstehenden Monatswechsel nimmt der Sommer langsam Fahrt auf – und wird sich auch schon mit seinen viel zu trockenen Begleiterscheinungen zeigen. (Symbolbild) © blickwinkel / IMAGO

Pünktlich in Richtung Pfingsten und meteorologischem Sommeranfang am 1. Juni (Donnerstag nächste Woche) wird es schon ab Montag, 29. Mai, Tag für Tag wärmer werden. Die Ensemble-Prognose bis zum 7. Juni „zeigt uns eindeutig, wohin die Reise geht“, so der Wetter-Experte. „Es wird immer wärmer werden zum Monatswechsel, im Mittel um 25 Grad, erste Ausreißer über 30 Grad.“ Und: Es seien kaum noch Niederschlagssignale vorhanden, man kann also davon ausgehen, dass es sich dann erstmal ausgeregnet hat.

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Sommerstart zu Pfingsten: „Trockene Angelegenheit“

Pünktlich zum Sommeranfang wird es in Mittelfranken also warm und trocken. Nach den vielen Regentagen im Frühling für die meisten Menschen in Bayern tolle Wetter-Nachrichten. Für die Natur ist es allerdings eine eher ernüchternde Meldung. Denn nach den dauerhaft zu trockenen Vorjahren war das bisher vermeintlich eher regenreiche Jahr 2023 eine dringend benötigte Auffrischung für Tiere, Pflanzen und Bäume.

Doch es war nicht genug, um der durch den Klimawandel bedingten und vielerorts anhaltenden Dürre nachhaltig entgegenzuwirken. Den Ernst der Lage zeigt unter anderem eine Studie, die in der Fachzeitschrift Hydrologie und Wasserbewirtschaftung veröffentlicht wurde. Demnach gingen Deutschland in den letzten 20 Jahren rund 15,2 Milliarden Tonnen Wasser aus den natürlichen Speichern verloren.

Laut Dürremonitor vom „Helmholtz – Zentrum für Umweltforschung“ herrscht auch in vielen Teilen Mittelfrankens teilweise eine schwere bis extreme Dürre. Vor allem nach einem deutlich zu trockenen Winter. „Es wird eine sehr trockene Angelegenheit werden“, so wetternet-Meteorologe Jung über den Sommeranfang im Juni. Sonnige Aussichten – die nicht ohne Sorgen daherkommen. (fhz)

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