Bluttat in Bad Reichenhall

Norwegen liefert Tatverdächtigen aus

Bad Reichenhall - Die norwegischen Behörden haben die Auslieferung des 20-jährigen Tatverdächtigen für die Gewaltverbrechen in Bad Reichenhall vom 14. Juli dieses Jahres nach Deutschland bewilligt.

Der Mann wurde am Mittwoch von Norwegen nach Traunstein überführt. Der Ermittlungsrichter bestätigte noch am Mittwochabend den Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen, der im Anschluss an die Vorführung in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.

In der Nähe von Trondheim kontrollierte eine norwegische Polizeistreife am 05. August 2014 einen Fußgänger am Straßenrand, bei dem es sich um den flüchtigen 20-jährigen Tatverdächtigen der Gewaltverbrechen in Bad Reichenhall handelte. Der junge Mann ließ sich widerstandslos festnehmen und befand sich seit diesem Zeitpunkt aufgrund eines internationalen Haftbefehls in norwegischen Polizeigewahrsam.

Seitens der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde die Auslieferung des 20-jährigen Tatverdächtigen im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens an die norwegischen Behörden beantragt. Da Norwegen kein Mitglied der Europäischen Union ist, musste die Zusammenarbeit der Justizbehörden auf dem diplomatischen Wege erfolgen. Die Voraussetzungen für einen Europäischen Haftbefehl (EUHB), gleichbedeutend mit einem vereinfachten Auslieferungsverfahren, kamen nicht zum Tragen.

Bilder: Bluttat in Bad Reichenhall

Nach Eingang der Auslieferungsbewilligung durch die norwegischen Behörden sind zwei Kriminalbeamte der Ermittlungsgruppe „14. Juli“ nach Oslo geflogen. Zusammen mit den Kollegen des Bayerischen Landeskriminalamts haben sie den 20-jährigen Tatverdächtigen in Norwegen übernommen und am 1. Oktober auf dem Rückflug nach Deutschland begleitet. Der junge Mann wurde unverzügliche nach seiner Rückkehr am Mittwochabend dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Traunstein zur Eröffnung des Haftbefehls vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Der Tatverdächtige äußerte sich bislang weder gegenüber der Kriminalpolizei noch dem Ermittlungsrichter zu den Tatvorwürfen.

mm

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