Böller-Tabu an Bayerns Schlössern und Burgen

München - Wer eine Rakete von den Zinnen Neuschwansteins oder anderer Schlösser in Bayern zünden wollte, muss umplanen. Rund um Schlösser, Burgen und Residenzen dürfen keine Feuerwerkskörper abgefeuert werden.

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat zu Verkaufsbeginn der Silvesterböller am Donnerstag darauf verwiesen, “dass rund um die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden dürfen“. Grund sei eine erhöhte Brandgefahr durch Funkenflug an den historischen Gebäuden. Wer auf Schlossplätzen und Burginnenhöfen den Jahreswechsel feiern wolle, müsse daher auf Feuerwerk verzichten - und sei dringend gebeten, mitgebrachte Gläser und Flaschen wieder mitzunehmen und zu entsorgen.

Geböllert werden darf grundsätzlich nur am 31. Dezember und am 1. Januar, wie das Münchner Kreisverwaltungsreferat klarstellt. Es gelte die Sprengstoffverordnung, darin sei auch das Silvesterfeuerwerk geregelt, sagte Sprecherin Daniela Schlegel. Verboten sei auch das Abschießen von Böllern und Raketen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern. Andernfalls drohten Verwarnung oder Bußgelder.

dpa

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