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Botschaft an Kahn: Nagelsmann erwartet „Topkader“

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Bayern-Coach Nagelsmann
Julian Nagelsmann applaudiert. © Matthias Balk/dpa

Trainer Julian Nagelsmann will nach dem vorzeitigen Titelgewinn mit dem FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga mit Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salidamidzic die Planungen für die kommende Saison rasch vorantreiben. Der jüngste Münchner Meistercoach formulierte dabei nach dem entscheidenden 3:1 im Topspiel gegen Borussia Dortmund am Samstagabend insbesondere auch mit dem Blick auf die internationalen Ziele des deutschen Rekordmeisters eine klare Erwartungshaltung an die Vereinsführung.

München - „Es geht darum, die Planung anzustoßen für die neue Saison. Da sind wir voll im Gange. Ich habe volles Vertrauen in Brazzo und in Olli, dass sie bis Ende August wieder einen Topkader zur Verfügung stellen“, sagte der 34 Jahre alte Nagelsmann. Schon an diesem Montag habe er wieder „ein paar Termine“ auf dem Vereinsgelände an der Säbener Straße, „um Planungen voranschreiten zu lassen“.

Der Rekordchampion muss nach der zehnten Meisterschaft in Serie neben möglichen Neuverpflichtungen zahlreiche offene Zukunftsfragen beim aktuellen Personal klären. Bei Kapitän Manuel Neuer (36) und Angreifer Thomas Müller (32) deutet alles darauf hin, dass ihre 2023 auslaufenden Verträge zunächst um ein weiteres Jahr verlängert werden. Offener und schwieriger gestaltet sich die Situation bei Torjäger Robert Lewandowski (33) und Flügelstürmer Serge Gnabry (26), die ebenfalls noch bis zum 30. Juni 2023 vertraglich gebunden sind.

Weltfußballer Lewandowski äußerte sich nach dem Titelgewinn sehr zurückhaltend. „Das Einzige, was ich weiß, dass bald ein Treffen kommt“, sagte der Pole. „Aber was passiert, weiß ich selber nicht.“ Die Situation sei „nicht leicht“ für ihn. Dem Vernehmen nach will der Spitzenverdiener seine Torjägerdienste künftig noch höher honoriert haben als bislang. Auch bei der Vertragslaufzeit könnte es haken.

„Ich hoffe, dass er bleibt, aber Hellseher bin ich nicht“, äußerte Nagelsmann zu Lewandowski. Vertragsverhandlungen gingen stets über „mehrere Runden mit vielen Parteien“, gab der Coach zu bedenken.

Fix ist der Abschied von Nationalverteidiger Niklas Süle. Der 26-Jährige hatte ein Vertragsangebot des Rekordmeisters abgelehnt und wechselt im Sommer ablösefrei nach Dortmund. dpa

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