Über 2000 Liter Gerstensaft

Wegen Corona: Bayerische Brauerei verschenkt Bier - Lange Schlangen an der Ausgabe

Die Klosterbrauerei Irsee hat sich eine ganz besondere Aktion ausgedacht.
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Die Klosterbrauerei Irsee hat sich eine ganz besondere Aktion ausgedacht. (Archivfoto)

Bevor das Fassbier wegen Corona im Ausguss verschwindet, wollte die Irseer Brauerei es lieber verschenken. Die Chance ließen sich zahlreiche Menschen nicht entgehen.

Irsee - Seit Monaten haben Restaurants und Bars wegen der Corona-Pandemie* geschlossen. Die Situation belastet nicht nur die Gastronomen, sondern auch die Brauereien. Die bleiben nämlich häufig auf ihrem Bier sitzen. Nicht alles kann über den Einzelhandel abverkauft werden. Bevor der Gerstensaft jedoch im Ausguss landet, hat sich eine Brauerei in der Allgäuer Gemeinde Irsee etwas besonderes ausgedacht.

Klosterbrauerei Irsee verschenkt 2500 Liter Fassbier

Geschäftsführer David Frick kam spontan auf die Idee, das Bier, bevor es verfällt, einfach zu verschenken. Am Samstag (20. Februar) hatte er angekündigt, seine Brauerei werde 2500 Liter Fassbier im Wert von rund 5000 Euro kostenlos an den Mann oder die Frau bringen. Die Chance auf Freibier ließen sich natürlich viele Menschen nicht nehmen und strömten in Scharen am Sonntag zur Klosterbrauerei. „Wie viele Menschen genau gekommen sind, kann ich gar nicht sagen. Aber alle waren sehr vernünftig, haben sich an unser Hygiene-Konzept mit FFP2-Masken* und großen Abständen gehalten,“ sagte der Geschäftsführer der Irseer Klosterbrauerei gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Die Schlange an Interessenten, die sich etwas von dem Freibier mit nach Hause nehmen wollten, war gewaltig. In einem von Frick selbst gedrehten Video läuft er anderthalb Minuten an einer Schlange von Menschen entlang, die von der Ausgabe des Bieres bis zu den Parkplätzen stehen. Das gute Wetter und die milden Temperaturen sorgten wahrscheinlich ebenfalls dafür, dass sich viele Bierliebhaber an der Aktion beteiligten.

Irsee: Freibier-Aktion soll einmalig bleiben

Frick war auch sehr froh, dass sich die Menschen vernünftig verhalten haben - wie auch viele Ausflügler am Wochenende. Alle seien seiner Bitte nachgekommen, das Bier nicht vor Ort zu trinken. Ein bisschen überrollt worden sei man aber schon, meinte der Geschäftsführer. Es sei eine einmalige Aktion gewesen, um das Bier, das am heutigen Sonntag abgelaufen wäre, zu retten und lieber zu verschenken, als zu entsorgen. Vielleicht macht die Idee ja Schule und schon bald wird man häufiger lange Schlangen vor Brauereien im ganzen Land stehen sehen. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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