Verrückter Extremlauf "Braveheartbattle"

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Die Teilnehmer des 4. Extremlaufes Braveheart-Battle in Münnerstadt (Bayern) helfen sich am 09.03.2013 gegenseitig über ein Schlammhindernis.

Münnerstadt - Beim "Braveheartbattle" in Franken wühlten sich am Samstag 3000 Sportler durch Schlammgruben. Insgesamt mussten die Teilnehmer 50 natürliche und künstliche Hindernisse überwinden.

Ein nur mit einer Leoparden-Badehose bekleideter Teilnehmer hangelt sich am 09.03.2013 während des 4. Extremlaufes Braveheart-Battle in Münnerstadt (Bayern) über einen Fluss.

Schlamm, Hürden und Feuer: Etwa 3000 Sportler sind am Samstag im unterfränkischen Münnerstadt zum vierten „Braveheartbattle“ angetreten. Bei frühlingshaften Temperaturen führte der Extremlauf die Läufer im Landkreis Bad Kissingen durch Wälder und Gebüsch, über Felder und durch kalte Flüsse. „Für die Starter, die es extrem mögen, war das natürlich zu warm. Doch diese "Hitzewelle" werden sie am Ende der 26 Kilometer wahrscheinlich trotzdem genossen haben“, sagte Organisatorin Ursula Schemm. Der „Battle“ gilt als einer der härtesten Hindernisläufe Europas. Er führt die Läufer nicht nur über Berg und Tal. Sie müssen vor allem fast 50 natürliche und künstliche Hindernisse überwinden - darunter tiefe Schlammgruben, hohe Strohwände und brennende Hürden.

„Es war megageil“, sagte ein 21-Jähriger kurz nach dem Zieleinlauf. Der junge Mann aus dem niedersächsischen Bad Harzburg war mit zwei gleichaltrigen Freunden unterwegs. „Es war richtig anstrengend, man musste an seine Grenzen gehen und sich gegenseitig helfen.“ Sie haben den Lauf in vier Stunden und 15 Minuten geschafft. „Das war auch unser Ziel: Ohne Knochenbrüche unter fünf Stunden durchkommen.“ Das Starterfeld brauchte für die Gesamtstrecke zwischen zwei und sechs Stunden.

Starter aus Frankreich, Luxemburg und dem deutschsprachigen Ausland

Unter den Läufern waren auch Sänger Oli P. („Flugzeuge im Bauch“) und der zweimalige Champion der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM), Timo Scheider. Die Teilnehmer kamen aus ganz Europa. „Wir hatten Starter aus Frankreich, Luxemburg und dem gesamten deutschsprachigen Ausland. Der Lauf wird immer internationaler“, sagte Ursula Schemm. Ins Getümmel stürzten sich auch zahlreiche Frauen. Sie machten etwa zehn Prozent der Teilnehmer aus.

Mehr als 300 Helfer und Rettungskräfte sorgten an der Strecke für Versorgung und Sicherheit der Läufer. Am Ende mussten sie vor allem kleinere Verletzungen und erschöpfte Sportler versorgen, darunter jedoch auch einige Knochenbrüche. „Nach meinem Empfinden ist es dennoch weniger als in den vorangegangenen Jahren“, sagte Schemm.

dpa

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