Von Himmelkron nach Bayreuth

Brief braucht neun Jahre für 16 Kilometer 

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Bayreuth - Ganze neun Jahre lang war in Oberfranken ein Brief auf einer Strecke von 16 Kilometer unterwegs, ehe er seinen Empfänger in Bayreuth erreichte.

Wie der „Nordbayerische Kurier“ (Mittwoch) berichtete, war das Schreiben 2004 in Himmelkron (Landkreis Kulmbach) abgeschickt worden. Der Ort liegt gerade einmal 16 Kilometer von Bayreuth entfernt. Aber erst in den vergangenen Tagen lag er beim Adressaten im Briefkasten. Die Absender - Eltern eines Schülers - wollten mit dem Schreiben den Nachhilfeunterricht ihres Sohnes bei einem Institut kündigen. Ein Sprecher der Deutschen Post sagte am Mittwoch in München, man habe keine Erklärung, warum der Brief so lange unterwegs war: „Das lässt sich nicht mehr nachvollziehen.“

Dem Zeitungsbericht zufolge hatte der Absender zwar einen Zahlendreher in der Postleitzahl auf dem Kuvert notiert. Doch laut dem Post-Sprecher verzögert sich bei einem solchen Fehler die Zustellung höchstens um drei bis vier Tage. Dass ein Brief jahrelang nicht ankomme, sei ein absoluter Einzelfall, versicherte er. Schließlich transportiere die Post jeden Werktag 64 Millionen Briefe. Das Nachhilfeinstitut übrigens akzeptierte 2004 schließlich auch eine Kündigung per Telefon.

dpa

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