Entsetzen im Mangfalltal

Fiese Sabotage an BRK-Einsatzwagen sorgt für Fassungslosigkeit: „Wir sind maßlos enttäuscht“

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Nach einer fiesen Sabotage ging nichts mehr bei dem BRK-Einsatzwagen. 

Ein Fahrzeug der BRK-Bereitschaft Bruckmühl ist auf einer Fahrt liegengeblieben. Der Grund ist kaum zu fassen - die Einsatzkräfte machen ihrem Ärger Luft.

Bruckmühl - Wenn jemand Hilfe braucht, zählt für die Einsatzkräfte jede Sekunde. Sie wollen möglichst schnell vor Ort sein, um Menschen in Not helfen zu können. So auch die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und First Responder Bruckmühl. Umso schockierender ist die Tat eines Unbekannten.

Auf Weg zu Einsatz liegengeblieben: Unbekannter sabotiert BRK-Einsatzfahrzeug

Die BRK Bereitschaft und First Responder Bruckmühl machten ihrem Ärger und ihrer Enttäuschung auf ihrer Facebook-Seite Luft. Vor ein paar Wochen habe ein Unbekannter gewaltsam den Tankdeckel aufgebrochen. Bevor der ehrenamtliche Sanitäter das jedoch feststellen konnte, wurde er zu einem Sanitätsdienst gerufen. Das Auto blieb nach ein paar Metern stehen und ließ sich nicht mehr starten. Eine örtliche Werkstatt machte dann die unglaubliche Entdeckung: Der Tank war zwar randvoll, aber nicht mit Diesel, sondern mit über 59 Litern Wasser.

Nach Sabotage: Anzeige erstattet, aber Erfolgsaussicht wohl gering

Das BRK schreibt weiter: „Irgendwer hat sich damit die Mühe gemacht unseren Mannschaftstransportwagen zu sabotieren, mit einem Schlauch oder Trichter mutwillig den Tank vollständig mit Wasser abzufüllen, so dass unser Einsatzfahrzeug defekt und nicht mehr einsatzbereit ist.“ Das BRK habe bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Aussicht auf Erfolg wird sich aber schwierig gestalten, heißt es im Post weiter.

Nach Sabotage an Einsatzfahrzeug: Tausende Euro Schaden

Die Einsatzkräfte konnten die Tat nicht begreifen: „Wir sind fassungslos, maßlos enttäuscht und können keine Erklärung finden, wer auf solch eine Idee kommt uns so in unserer Einsatzbereitschaft zu schädigen.“ Auch sei es nicht der erste Schaden an dem Fahrzeug in Höhe von mehreren Tausend Euro. Die Kosten könnten deshalb aktuell nicht durch die BRK Bereitschaft getragen werden. 

Ein Einsatzwagen der BRK Bereitschaft & First Responder Bruckmühl ist liegengeblieben - weil ein Unbekannter den Wagen sabotiert hat.

Einsatzwagen in Bruckmühl sabotiert - Bürger sind wütend und spenden

Mehr als 1.137 Menschen reagierten bisher auf den Post, teils mit Wut-Emoji oder mit dem traurigen Smiley. Auch die Facebook-User zeigen sich entsetzt. Vielfach ist zu lesen: „Mir fehlen die Worte!“ Das BRK hat auf den vielen Zuspruch reagiert: „Wir sind inzwischen sprachlos und dankbar über den vielen Zuspruch und die vielen mutmachenden Kommentare.“ Mittlerweile hat das BRK auch eine Spendenkampage ins Leben gerufen. Bisher kamen über 800 Euro zusammen.

Hier können Sie den ausführlichen Post der BRK Bereitschaft & First Responder Bruckmühl lesen:

Immer wieder müssen Rettungskräfte mit Behinderungen auf ihrer Einsatzfahrt rechnen. In München behinderte ein BMW-Fahrer einen Feuerwehrmann - und verfolgte ihn bis zum Gerätehaus. In Pullach behinderten Radler einen Rettungseinsatz an der Isar, wie merkur.de* berichtete.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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