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Neue grausame Details

Brutaler Doppelmord: Ermittler spricht von „Gewaltexzess“

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In diesem Haus geschah das Verbrechen.

Königsdorf - Der grausame Raubmord von Königsdorf hält die Ermittler in Atem. Am Mittwoch wird er auch Thema bei Aktenzeichen XY ... ungelöst sein. Die Hoffnung: Hinweise aus der Bevölkerung.

Was bleibt? Nur blankes Entsetzen und bohrende Fragen. Wer sind die Täter, die in Höfen bei Königsdorf (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) zwei Menschen ermordet und einen dritten so schwer verletzt haben, dass selbst abgebrühte Ermittler nur noch erschüttert die Augen schließen können? Wer sind die Verbrecher, nach denen jetzt auch Aktenzeichen XY… ungelöst im TV fahndet? Auf dieser Seite versuchen wir, in Worten zu sagen, wofür Worte eigentlich zu schwach sind. Das Unfassbare…

Ein Ermittler sagt: „In dem Haus gab es einen regelrechten Gewaltexzess. Es ist einfach nicht vorstellbar, wie jemand diesen drei alten Menschen so etwas antun konnte.“ Nach tz-Informationen lag mindestens eines der Opfer gefesselt im Keller. Man hat das Wort „Folter“ im Kopf, wenn man an die schwerst verletzte Hausbesitzerin Luise S. (76) und ihre getöteten Gäste denkt. Geprügelt, blutüberströmt, die Gesichter unmenschlich entstellt – wieso nur? Bände sprechen die Blicke der Ermittler, die sich am Tatort umsahen – wie Profiler Alexander Horn, Chef der Operativen Fallanalyse.

Der Zustand der einzigen Überlebenden Luise S. ist noch immer kritisch. Vor Ort arbeiten gerade die besten Spurensicherer aus Rosenheim und Weilheim. Angesichts der Gewalt sind sie zuversichtlich, dass die Täter DNA (Haare, Speichel, Blut) am Tatort oder an den Opfern hinterlassen haben. Die Rohheit der Morde weist auf Hass oder panische Angst hin. Auch Handydaten aus der Umgebung wurden schon ausgewertet. Rechtsmediziner versuchen, den Tatzeitpunkt einzugrenzen. Das letzte Lebenszeichen gab es am Mittwochabend – ein Telefonat.

Zurzeit geht die Polizei davon aus, dass die Mörder aus Osteuropa stammen und als Einbrecher unterwegs waren. Vermutlich haben sie die allein lebende Luise S. für ein leichtes Opfer gehalten und wurden dann davon überrascht, dass sie Besuch hatte von ihren Bekannten, Inge B. (76) aus Eschborn und einem älteren Herrn. Dabei handelt es sich wohl um einen 81-Jährigen aus Hagen in Nordrhein-Westfalen. Der Mann ist aber noch nicht zweifelsfrei identifiziert.

Cerne: „Es ist extrem brutal“

Moderator Rudi Cerne macht den Doppelmord von Höfen am Mittwoch zum Thema seiner Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“.

Am Mittwochabend (20.15 Uhr, ZDF) ist der Fall Thema bei Aktenzeichen XY. Die tz sprach mit Moderator Rudi Cerne:

Wann ist die Polizei an Sie herangetreten?

Rudi Cerne: Das lief in diesem Fall umgekehrt. Wir haben der Polizei unsere Hilfe angeboten. Dieser Fall ist ja im Prinzip ein Klassiker für die Öffentlichkeitsfahndung, weil man am Anfang eines komplexen Puzzles steht. Das heißt, es geht um Beobachtungen, die in der Region Bad Tölz, Wolfratshausen und Königsdorf gemacht wurden.

Wie wird der Beitrag aussehen?

Cerne: In der Kürze der Zeit konnten wir natürlich keinen seriösen Beispielfilm drehen. Aber ich werden jemanden aus der Sonderkommission im Studio haben, den ich dann zum neuesten Stand der Ermittlungen befrage.

Welche Details kennen Sie bisher?

Cerne: Ich weiß, dass der Zeitpunkt der Tat zwischen Mittwoch und Samstag der letzten Woche liegen muss. Bisher deutet alles auf einen Raubmord hin, bei dem eine 76-jährige Frau und ein 81-jähriger Mann erschlagen wurden. Die 76-jährige Hausbesitzerin ist nicht vernehmungsfähig, weil sie schwerstverletzt im Krankenhaus liegt.

Sie haben schon viele grausame Verbrechen vorgestellt. Wie stufen Sie diese Tat ein?

Cerne: Sie ist extrem brutal. Ich weiß nicht, was geschehen ist, dass die Situation so eskalieren konnte. Fakt ist: Zwei Menschen sind erschlagen worden. Da bin ich in der Betroffenheitsskala ganz weit oben.

Hinweise während der Sendung bitte an 0881/640-123.

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