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Ausgebrannt: Wie belastet sind unsere Feuerwehrleute?

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Burnout ist in Fachmagazinen der Feuerwehr ein Thema. Doch wie ausgebrannt sind die Ehrenamtlichen tatsächlich?

München - Der Tod eines Feuerwehrmannes (46) aus der Region hat viele bestürzt, seit Tagen kursiert der Nachruf bei Facebook. Was auch immer die Gründe waren, uns hat der Vorfall zum Nachdenken gebracht: Wie belastet sind ehrenamtliche Feuerwehrler?

Und dafür brauchen wir Ihre Mithilfe (siehe unten). Aus gegebenem Anlass wollen wir das Thema "Ausgebrannt: Wie belastet sind unsere Feuerwehrleute?" aufgreifen.

Das steckt dahinter

Der Nachruf der Ebersberger Zeitung hat in den vergangenen Tagen eine Welle von Beileidsbekundungen ausgelöst, wurde hundertfach bei Facebook geteilt, zehntausendfach gelesen: Feuerwehrmann Michael Herklotz aus dem Landkreis Ebersberg ist mit nur 46 Jahren unmittelbar nach einem Einsatz im Gerätehaus gestorben. Wie mittlerweile bestätigt wurde, war die Todesursache ein Herzinfarkt. Die genauen Hintergründe sind nicht bekannt.

Fest steht aber: Der Mann war buchstäblich bis zu seinem letzten Atemzug für andere da und musste viele Dinge unter einen Hut bringen. Sein Ehrenamt nahm er zu einhundert Prozent ernst, war nicht nur bei Einsätzen rund um die Uhr aktiv, sondern half auch beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses mit. Und das alles noch neben seinem Beruf als selbständiger EDV-Berater und seiner Familie. Herklotz hinterlässt eine Frau und zwei kleine Söhne.

Der frühe Tod des Anzinger Feuerwehrmannes macht viele traurig - und was wir in seinem Nachruf über seinen Alltag erfahren, macht uns nachdenklich: Wie belastet sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte? Arbeit, Familie, Piepser zu jeder Tages- und Nachtzeit? Wer das ernst nimmt, läuft der nicht zwangsläufig Gefahr seine Gesundheit durch übermäßigen Stress aufs Spiel zu setzen?

"Feuerwehr-Burnout": Wenn der Kommandant hinschmeißt

Fragen, die auch in der Feuerwehr-Szene immer wieder auftauchen, offenbar geht es da gerade um Führungskräfte. Im Feuerwehr-Magazin äußerte sich ein Stuttgarter Kommandant vor zwei Jahren sehr offen. Er klagte über ein "Feuerwehr-Burnout". Er sei als Selbstständiger tätig und insbesondere der Neubau des Feuerwehrhauses auf Ehrenamts-Basis sei "an die Substanz" gegangen. Er liebte diese Aufgabe zwar, gab nach fünf Jahren als Vize und zehn Jahren als Kommandant seinen Posten aber schließlich ab.

Der Stuttgarter Kommandant ist offenbar kein Einzelfall: Auf feuerwehrleben.de gibt es eine genaue Beschreibung der Symptome eines "Feuerwehr-Burnouts". Zynische und abweisende Grundstimmung gegenüber den Kollegen, Sätze wie "Früher waren die Jugendlichen viel interessierter" seien etwa Symptome. Das Problem sei oft, dass mit zunehmendem Alter und beruflicher Belastung die Motivation abnehme. Irgendwann passt dann halt nicht mehr alles unter einen Hut.

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Auch unserer Redaktion, die tagtäglich mitbekommt, wie häufig Unfälle passieren, und wie oft die Freiwillige Feuerwehr gerade im ländlichen Bereich ausrücken muss, hat der Fall des toten Anzingers zu denken gegeben. Immerhin geht es hier um Ehrenamtliche, für die wir Gott dankbar sein müssen. Kann es wirklich sein, dass die unglaublich wichtige Aufgabe der Rettungskräfte einige wenige bis zur Erschöpfung ausführen? Läuft da nicht was grundlegend verkehrt?

Wir arbeiten an einer Geschichte mit dem Arbeitstitel: "Ausgebrannt: Wie belastet sind unsere Feuerwehrleute?" und brauchen dafür Ihre Mithilfe. Wenn Sie uns IHRE Geschichte erzählen wollen, melden Sie sich über unser Leserreporter-Formular. Ihre Daten werden natürlich nicht veröffentlicht, wenn Sie lieber anonym bleiben wollen.

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