Drama um Zweijährigen

Carlos braucht eine Knochenmark-Spende

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Der zweijährige Carlos und seine Mutter Susanne Naumann hoffen auf Knochenmark-Spender.

Maisach/Berlin - Angefangen hat alles mit einer laufenden Nase. Nun braucht der kleine Carlos (2), dessen Mama aus  Maisach kommt, dringend eine Knochenmarkspende.

Anfang August hatte der kleine Carlos (2) mit einer schweren Erkältung zu kämpfen. Als der Husten immer schlimmer wurde und auch Antibiotikum gegen das hohe Fieber nicht mehr half, ließ die Kinderärztin ein Blutbild machen. Wenig später die niederschlagende Diagnose: Leukämie.

„Für uns ist eine Welt zusammengebrochen“, sagt Susanne Naumann, die Mutter des Kleinen. Sie stammt aus Maisach und war unter anderem auch Faschingsprinzessin, bevor sie der Arbeit wegen nach Berlin zog. „Die ersten paar Tage haben wir nur funktioniert, man hat das alles noch gar nicht realisieren können.“

Der Zweijährige wurde sofort im Krankenhaus in Berlin behalten. Beide Eltern ließen sich krank schreiben. Die Mama wacht rund um die Uhr am Krankenbettchen des Kleinen. Er hat Schläuche im Arm, die seinen Bewegungsraum deutlich einschränken. Egal wohin er geht, der Tropf muss immer mit.

Mittlerweile hat er diverse Operationen und Knochenmarkpunktionen hinter sich. Drei Chemotherapieblöcke hat er schon mitgemacht. Der letzte hat ihn dabei ganz schön mitgenommen. Jetzt ist er immer noch im Krankenhaus , um sich davon zu erholen. Dann steht auch schon der vierte Therapieblock an. Anschließend braucht der Zweijährige eine Knochenmarkspende. Seine Großeltern, Joachim und Christine Naumann, wohnen in Maisach. Sie leiden mit ihrem kleinen Enkel mit. Klar, sie besuchen ihn so oft wie möglich, aber von Maisach bis nach Berlin ist es ein weiter Weg.

„Er ist wirklich sehr tapfer“, erzählt Opa Joachim. „Er ist noch zu klein, um seine Krankheit zu verstehen. Aber er hat beispielsweise seine Infusionsschläuche schon akzeptiert und passt auch gut drauf auf.“ Der Kleine sei bis zum Sommer ein ganz normales Kleinkind gewesen. Besonders gern habe er Nudeln und Obst gegessen und am liebsten habe er mit seinem Papa Lego gespielt. Auch Autos stünden bei ihm hoch im Kurs.

Mutter Susanne Naumann arbeitet als Disponentin bei der TV-Serie GZSZ. Dort hat sie auch Carlos’ Papa Jay kennengelernt. Der ist Oberbeleuchter bei der Daily-Soap. Auch sonst hat sie auf dem Set viele Freunde. Eine enge Freundin ist die Schauspielerin Susan Sideropoulos. Sie hatte auf Facebook einen Aufruf gestartet: Möglichst viele Menschen sollen sich als Knochenmarkspender registrieren lassen.

Denn Carlos braucht eine Knochenmark-Transplantation, damit er eine Chance hat. Auch eine große Typisierungsaktion in Berlin war ins Leben gerufen worden. Sideropoulos und einige ihrer Schauspielkollegen machten Werbung. Unklar ist laut Opa Joachim, ob in der Region auch eine Typisierungsaktion organisiert werden kann.

Wer helfen will, kann sich typisieren lassen. Weitere Infos bei www.dkms.de.

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