Sie führte bekanntes Familienunternehmen

Corona-Drama um hochschwangere Bayerin - Ärzte können nur ihr Kind retten

Sie galt als gesund und stand kurz davor, Mutter zu werden. Dann musste eine bayerische Unternehmerin überraschend auf die Intensivstation.

Weiherhammer/Oberpfalz – Obwohl sie keine Vorerkrankungen gehabt haben soll und als gesund galt, ist eine Frau aus der Oberpfalz nach einer Infektion mit dem Sars-CoV2-Virus* überraschend gestorben. Das berichtet das Nachrichtenportal Onetz.de und der Bayerische Rundfunk. Die Frau wurde nur 41 Jahre alt.

Hochschwangere mit Coronavirus-Infektion: Ärzte greifen zu Not-OP

Die Frau war zum Zeitpunkt der Infektion mit dem Virus hochschwanger. Ende März wurde sie dem Bericht zufolge mit ersten Symptomen ins Krankenhaus Weiden eingeliefert worden - dort retteten die Ärzte ihrem Baby mit einem Not-Kaiserschnitt das Leben.

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Keine Vorerkrankungen - trotzdem mit Coronavirus-Infektion auf Intensivstation

Der Grund: Nachdem sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, habe sich ihr Zustand laut dem Bericht „binnen Stunden“ verschlechtert, sodass sich die Ärzte noch am selben Tag zu der Maßnahme entschlossen.

Nach der Not-OP verschlechterte sich der Zustand der Patientin weiter - die Frau wurde schließlich in der Uniklinik Erlangen und dort auf der Intensivstation behandelt. Dort verstarb sie am Abend des 15. April.

Angehörige nach Corona-Tragödie: „Familie will im Stillen trauern“

Die Frau war geschäftsführende Gesellschafterin eines Familienunternehmens in der Oberpfalz mit mehr als 400 Mitarbeitern, das bereits in dritter Generation geführt wurde. Wie die Bild erfuhr, ließ ihr Bruder an seinem Firmensitz ausrichten, dass er den Tod seiner Schwester nicht kommentieren wollen: „Die Familie will im Stillen trauern.“ Am Eingang des Firmensitzes hänge demnach ein Nachruf die Verstorbene.

In der Traueranzeige der Firma, die in einer lokalen Zeitung erschien, hieß es laut Bild: „Ihre Freude und vor allem die Herzlichkeit, mit der sie jeden Tag mit uns zusammenarbeitete, werden wir nie vergessen.“

frs

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Rubriklistenbild: © dpa / Caroline Seidel

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