Corona in Bayern

FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Erlanger Oberbürgermeister startet Bart-ab-Challenge - „Geteiltes Leid ist halbes Leid“

FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Erlanger Oberbürgermeister startet Bart-ab-Challenge - „Geteiltes Leid...“
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FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Erlanger Oberbürgermeister startet Bart-ab-Challenge - „Geteiltes Leid...“

In Bayern herrscht FFP2-Maskenpflicht. Bei Barträgern schützen diese allerdings nur bedingt. Der Erlanger Oberbürgermeister hat nun auf Facebook eine Bart-ab-Challenge gestartet.

Erlangen - Seit gestern (Montag, 18. Januar) herrscht in Bayern eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im ÖPNV, beim Arzt und beim Einkauf. Schlecht für alle Barträger, denn laut einhelliger Expertenmeinung sind FFP2-Masken nur dann von Nutzen, wenn sie im Mund-Nasenbereich richtig schließen - was bei Bartträgern durch die Gesichtsbehaarung nicht funktioniert. Um mit gutem Beispiel voranzugehen und den Menschen in Bayern noch einmal die Dringlichkeit des sinnvollen Infektionsschutzes aufzuzeigen, hat sich der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) nun seinen Bart abrasiert.

FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Erlanger OB rasiert Bart ab - andere Politiker folgen

Fotos der Bart-ab-Aktion postete er auf Facebook und nominierte auch gleich seinen Stadtrats-Kollegen Christian Lehrmann, die „Challenge“ anzunehmen und es ihm gleichzutun. Keine zwei Stunden später rasierte auch Lehrmann sich den Bart ab - und nominierte gleich den nächsten Kandidaten aus dem Stadtrat. Mittlerweile haben mehrere Erlanger Kommunalpolitiker sich öffentlichkeitswirksam ihres Bartes entledigt. Unter anderem der Starnbergs Klinikchef Dr. Thomas Weiler hatte öffentlich Empfehlungen für Bartträger ausgegeben und zur Rasur geraten.

„Geteiltes Leid ist halbes Leid“, so Janik (40) unter seinem ersten Post vom Sonntag (17. Januar). In einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten gestand er jedoch zwei Tage nach der Rasur: „Man hat so Phantombart-Schmerzen. Ich erwische mich, wie ich mehrmals am Tag dahin fasse. Insofern vermisse ich den Bart schon.“ Janik geht davon aus, dass er sich den Bart nach der Corona-Krise und einer Rückkehr zum normalen Alltag - ohne Masken - wieder wachsen lassen wird. Vielleicht gewöhne er sich aber auch bis dahin so sehr an die „Freiheit“ im Gesicht, dass er es sich noch anders überlege.

FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Kritische Stimmen zu Bart-Challenge von OB Janik

Die Bart-Challenge soll zwar als Motivation wirken - es mehren sich allerdings auch kritische Stimmen. So gaben einige User zu bedenken, dass Barträger, die sich gegen eine Rasur entschieden, ab nun diskriminiert werden könnten. Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, ob er sich zu Gunsten der FFP2-Maske seines Bartes entledigen will. Eine Pflicht, sich seiner Gesichtsbehaarung zu entledigen, gibt es nicht.

Video: Corona-Schutz mit FFP2-Maske ß Challenge für alle Bart-Träger

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