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„Galoppierende Infektionszahlen“: Erste Landkreise verbieten „Corona-Spaziergänge“

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Corona-Proteste: Landkreise in Oberbayern verbieten jetzt „Corona-Spaziergänge“.
Corona-Proteste: Landkreise in Oberbayern verbieten jetzt „Corona-Spaziergänge“ durch Gemeinden und Innenstädte. © Stringer/dpa

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen haben sich erste Landkreise in Oberbayern entschlossen, „Corona-Spaziergänge“ zu verbieten.

München - Meist am Montagabend bewegen sich die Leute durch die Innenstädte und Gemeinden - die Demonstranten, die sich gegen die Corona-Verordnungen auflehnen. In immer mehr Landkreisen werden sie aber per Allgemeinverfügung verboten:  Die Landkreise Landsberg/Lech, Starnberg und Berchtesgadener Land haben in einer „Allgemeinverfügung“ öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel beschränkt oder gleich ganz untersagt.

Landkreis Starnberg verbietet „Corona-Spaziergänge“ ab kommenden Montag

Im Landkreis Starnberg sind am kommenden Montag in Starnberg, Gauting, Gilching und Herrsching* „alle stationären oder sich fortbewegenden Versammlungen im Zusammenhang mit Protesten gegen Corona-Maßnahmen“ untersagt, wenn sie nicht zuvor fristgemäß angemeldet seien. Verboten seien sowohl das Veranstalten als auch die Teilnahme an den Versammlungen, erklärte Landrat Stefan Frey. Das Verbot gilt am Montag von 0 bis 24 Uhr. „Unsere galoppierenden Infektionszahlen können wir nur dann eindämmen, wenn auch solche Versammlungen einen vernünftigen Rahmen haben.“ Das gelinge nur, wenn man kooperative Versammlungsleitungen habe und nicht Organisatoren, die den Versammlungen einfach freien Lauf ließen.

Auch der Kreis Landsberg/Lech hat in einer Allgemeinverfügung die Spaziergänge in Landsberg und Dießen am Montag zwischen 17 und 20 Uhr untersagt.

Landkreis Weilheim-Schongau: Landratsamt will Corona-Proteste nicht einschränken

Der Kreis Weilheim-Schongau indes sieht keinen Handlungsbedarf. Auch die Kreise Garmisch-Partenkirchen und Erding erlaubten die „Spaziergänge“.

Fürstenfeldbruck: Bürgermeister appellieren an Zusammenhalt und Solidarität

In Fürstenfeldbruck haben die Bürgermeister eine Petition zum Zusammenhalt der Bürger gestartet. Sie wollen sich abgrenzen von der Leugnung des Sterberisikos durch die Pandemie und die Verurteilung der Politik als „Corona-Diktatur“. Alle Bürger wurden dazu aufgerufen, solidarisch zusammenzustehen, um die Pandemie so glimpflich wie möglich zu überstehen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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