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2G im Hörsaal? Bayerische Universität trifft Entscheidung - und löst hitzige Debatte aus

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Von: Thomas Eldersch

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An der ersten Uni Deutschlands gilt ab Montag nur noch 2G.
An der ersten Uni Deutschlands gilt ab Montag nur noch 2G. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Ungeimpfte Studenten werden ab kommenden Montag in Erlangen-Nürnberg an den heimischen Rechner gezwungen. Die Friedrich-Alexander-Universität führt 2G ein.

Update vom 13. November, 12.36 Uhr: Mit ihrer Entscheidung, nur noch geimpfte und genesene Studenten in den Hörsaal zu lassen, hat die Universität Erlangen-Nürnberg eine Debatte ausgelöst. „Was sind das denn für Zustände nun? Sie diskriminieren ungeimpfte Studenten und verweigern ihnen das Präsenzstudium?“, schrieb eine nach eigenen Angaben ehemalige Studentin auf Twitter. „Sie haben einen gewaltigen Shitstorm verdient.“

2G an Uni Erlangen-Nürnberg: Hitze Debatte - „Gewaltigen Shitstorm verdient“

Andere begrüßten dort die Entscheidung: „konsequent und vernünftig: 2G ist ein deutliches Zeichen - Glückwunsch zu dieser Entscheidung!“ Am Freitag hatte die Uni mitgeteilt, dass bei Präsenzveranstaltungen im Hörsaal künftig eine 2G-Regelung gelten soll. Die Regelung soll von kommendem Montag an gelten - mit einer Übergangsfrist bis zum 22. November.

Nach Angaben der bayerischen Universitätenkonferenz ist es derzeit „noch nicht konkret geplant, das 2G-Konzept auf weitere Universitäten zu übertragen“. Das sagte Geschäftsführer Alexander Fehr auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Gleichwohl werden entsprechende Überlegungen angestellt und die Voraussetzungen dafür (...) geprüft.“ Eine 2G-Regelung sei nach derzeitiger Einschätzung rechtlich möglich - „insoweit die Studierbarkeit weiterhin durch hybride oder digitale Angebote sichergestellt werden kann“, sagte Fehr. Dies sei im Erlanger Konzept berücksichtigt.

Erste Universität in Bayern führt wohl 2G-Regel ein - Ungeimpfte müssen draußen bleiben

Ursprünglicher Artikel vom 12. November:

Nürnberg/Erlangen - Die immer weiter steigenden Corona-Zahlen ziehen auch immer weitere Verschärfungen der Regeln nach sich. Seitdem die Krankenhaus-Ampel in Bayern auf Rot umgeschwenkt ist, gelten in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens entweder 3G-plus- oder 2G-Zugangsbeschränkungen. Eine Ausnahme bilden bislang noch die Hochschulen und Universitäten. Hier reicht zum Besuchen der Vorlesungen und Seminare auch weiterhin ein negativer Schnelltest. An der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen-Nürnberg* sieht das ab kommender Woche anders aus.

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2G-Premiere an der Uni Erlangen-Nürnberg: Studenten reagieren wenig begeistert

Nach Informationen der Bild will die Universität im Herzen Mittelfrankens als erste deutschlandweit komplett auf 2G umstellen. Damit können ungeimpfte Studenten nicht mal mehr an den Veranstaltungen teilnehmen, wenn sie einen negativen PCR-Test* im Gepäck haben. Nach Angaben der Zeitung sagten Mitarbeiter, dass die Studentenschaft nicht begeistert auf die Ankündigung reagiert habe.

Die Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg führt zum Beginn der kommenden Woche 2G ein.
Die Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg führt zum Beginn der kommenden Woche 2G ein. © imago stock&people

Schon ab kommenden Montag, 15. November, soll in einer Übergangswoche von 3G auf 2G umgestellt werden. Für Ungeimpfte ist ab dann eine sogenannte „hybride Lehre“ vorgesehen. Das heißt, sie müssen den Vorlesungen und Seminaren am heimischen PC lauschen. Nur noch für Besuche der Bibliothek, der Lernräume sowie der Teilnahme an Prüfungen dürfen ungeimpfte Studenten noch an die Uni kommen. Schon jetzt kündigte die FAU strenge Kontrollen der Impf- und Genesenen-Nachweise an. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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