Coronavirus in Bayern

Warn-Apps melden Katastrophenfall - und haben fragwürdige Empfehlung parat - „Alle raus aus Bayern“

Seit Mittwoch gilt in Bayern der Katastrophenfall. Darauf hingewiesen haben auch die Warn-Apps NINA und KATWARN - wenn auch mit einer kuriosen Corona-Empfehlung.

  • Um die Corona*-Pandemie besser eindämmen zu können, gilt seit Mittwoch in Bayern der Katastrophenfall.
  • Bis Weihnachten sollen so die Infektionszahlen drastisch gesenkt werden.
  • Hier bieten wir Ihnen auf einer Karte die aktuellen Fallzahlen in Bayern.

München - Die Corona-Situation in großen Teilen Deutschlands ist trotz des Teil-Lockdowns über November und der strengeren Regeln seit Dezember immer noch angespannt. Ein Bundesland mit mehreren Hotspots und hohem Inzidenzwert ist Bayern. Hier gilt seit Mittwoch (9. Dezember) der Katastrophenfall und die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wurden noch einmal verschärft. Auf die neue Situation im Freistaat haben auch die Warn-Apps KATWARN und NINA hingewiesen - mit einer fragwürdigen Empfehlung.

Corona: Warn-App meldet Katastrophenfall in Bayern: Kuriose Handlungsempfehlung

Um die Bewohner des Freistaats noch einmal darauf hinzuweisen, dass in Bayern der Katastrophenfall gilt, gab es eine Warnung der App NINA. Die Anwendung wird vom Bund betrieben und soll die Bürger vor Katastrophen oder ähnlichen Ereignissen warnen. Mit der Warnung gab NINA auch eine Handlungsempfehlung aus. Diese wird aber wohl kein Bayer wirklich befolgen können. Denn als Infotext stand dort geschrieben: „Meiden Sie das betroffene Gebiet.“ Gleichzeitig wurde aber als betroffenes Gebiet ganz Bayern markiert. Diese Empfehlung wurde auch von vielen Menschen im Netz auf die Schippe genommen. Eine Userin schreibt. „Heißt: Alle raus aus Bayern?“ Und eine zweite antwortet: „Charter schon mal den Flug... Ich flieg mit.“

Natürlich sollen jetzt nicht alle 13 Millionen in Bayern lebenden Menschen fluchtartig ihr Haus verlassen. Der Textbaustein scheint standardmäßig eingebettet zu werden, wenn ein Katastrophenfall vorliegt. Denn auch die Warn-App KATWARN der Fraunhofer-Gesellschaft gab dieselbe Empfehlung aus. Außerdem wiesen beide Anwendungen daraufhin, dass es weitere Informationen zur aktuellen Corona*-Lage auf den Webseiten des bayerischen Innenministeriums oder des Gesundheitsministeriums gibt.

Warn-App meldet Katastrophenfall: Diese Corona-Verschärfungen gelten jetzt in Bayern

Mit dem Katastrophenfall einhergehen zahlreiche Maßnahmen, die das Pandemie-Geschehen in Bayern eindämmen sollen. Unter anderem gilt ab Mittwoch eine Ausgangssperre in der Nacht und das Verbot Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken. Außerdem soll mit dem Inkrafttreten des Katastrophenfalls den Behörden die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam unkomplizierter an der Bekämpfung des Virus zu arbeiten. (tel) Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Die Corona-Lage in Bayern können Sie in unserem aktuellen News-Ticker verfolgen.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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