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Unterricht in Bayern wieder in Präsenz möglich - doch eine Hochschule schließt bestimmte Gruppe komplett aus

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Von: Katarina Amtmann

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Hörsaal statt Bildschirm: Studierende kehren an Hochschulen zurück
Das Semester beginnt - in Bayern ist wieder Präsenzunterricht möglich. (Symbolbil) © Sebastian Gollnow/dpa/dpa-Bildfunk

Das neue Semester beginnt, in Bayern ist an Hochschulen nach coronabedingter Online-Phase wieder Präsenzunterricht möglich. Doch nicht für alle.

München - Viele junge Menschen haben vermutlich darauf hingefiebert: An Hochschulen darf es wieder ein ganz normales Studentenleben geben. Doch das gilt nicht für jeden. In München* etwa schließt eine Hochschule Schwangere aus - sogar wenn sie geimpft sind.

Corona in Bayern: Unterricht an Hochschulen wieder in Präsenz - Uneinheitliches Vorgehen bei Schwangeren

Die coronabedingte Online-Phase an Bayerns Hochschulen ist mit dem Vorlesungsstart offiziell vorbei. Doch schwangere Studentinnen werden mancherorts weiter an den heimischen Schreibtisch verbannt. So heißt es etwa im Corona*-Update der Hochschule München (HM): „Als schwangere Studentin dürfen Sie die HM nicht betreten, selbst wenn Sie geimpft oder genesen sind.“ Auch andernorts wird Schwangeren zumindest nachdrücklich empfohlen, zu Hause zu bleiben. Ein einheitliches Vorgehen aller bayerischen Hochschulen gibt es allerdings nicht.

„Personen, die sich nicht impfen lassen können, und auch schwangeren Studentinnen ist die Teilnahme am Präsenzlehrbetrieb nicht etwa allgemein versagt“, betonte das Wissenschaftsministerium auf dpa-Anfrage. Es sei vielmehr ein wesentliches Anliegen, dass möglichst alle Studierenden an den jeweiligen Campus ihrer Hochschule zurückkehren könnten. Dennoch lägen die Vorkehrungen zum Infektions- und Gesundheitsschutz in Verantwortung der jeweiligen Hochschule.

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Corona: Schwangere Studentinnen an der TU Ingolstadt „Biete ihnen individuelle Lösungen an“

Walter Schober, Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt*, handhabt die Sache pragmatisch: „Schwangere Studentinnen dürfen kommen, wenn sie wollen. Aber ich biete ihnen individuelle Lösungen an.“ Eine Abfrage habe ergeben, dass zwei Schwangere im Wintersemester an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen wollten. Schobers Lösung: „Dann wird eben in diesen Veranstaltungen gestreamt.“

In Augsburg* werden schwangere Studentinnen gebeten, mit ihren Lehrenden Kontakt aufzunehmen, um Einzellösungen zu finden. Mit einem klaren Ausschluss von Präsenzveranstaltungen arbeitet hingegen die Hochschule München. Diese habe „eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass eine unverantwortbare Gefährdung von schwangeren Studentinnen nur durch ein Betretungsverbot vermieden werden kann“, schilderte das Ministerium nach Rücksprache mit den Verantwortlichen. Um einen ordnungsgemäßer Studienfortschritt zu gewährleisten, sollten aber auch dort nicht teilnehmenden Risikogruppen Ersatzangebote gemacht werden. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Lange wurde darauf gewartet, nun ist die Corona*-Lockerung da. Schüler in Bayern müssen ab Montag (4. Oktober) am Platz keine Maske mehr tragen.

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