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Fast 1000 Anträge: 16 Corona-Impfschäden in Bayern anerkannt – Entschädigung für Betroffene?

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Von: Tanja Kipke

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Nur ein Bruchteil der eingereichten Impfschäden durch die Corona-Impfung wurden in Bayern bislang anerkannt. Geschädigten steht in manchen Fällen Geld zu.

Bayreuth – Corona ist nach wie vor präsent. In Bayern liegt die Sieben-Tage-Inzident laut Robert Koch-Institut bei 246,7. Sie ist in den letzten Wochen also wieder gesunken, der Landkreis Kulmbach hat mit 1471,4 bundesweit nach wie vor die höchste Inzidenz. Bereits jetzt diskutiert die Bundesregierung darüber, wie sie die Herbst-Welle eindämmen können, Karl Lauterbach plädierte für Booster-Kampagnen mit angepasstem Impfstoff.

Nach Angaben des RKI sind seit Start der Impfkampagne in Bayern fast 28 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Negative Folgen durch die Impfung oder gar Schäden sind eher die Ausnahme, kommen aber dennoch vor, wie bei jeder Impfung. Betroffene haben dann ein Recht auf Entschädigung, zumindest wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Corona-Impfung
Ein Piks gegen Corona: Rund 100 Anträge auf Impfschäden wurden in Bayern dieses Jahr jeden Monat gestellt.  © Paul Zinken/dpa/Archivbild

Corona-Impfschäden in Bayern: Fast 1000 Anträge – Bearbeitung oft langwierig

Insgesamt 984 Anträgen auf Anerkennung eines Impfschadens im Kontext mit der Corona-Impfung sind im Freistaat bisher eingegangen, teilte das zuständige Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) in Bayreuth mit. Rund 100 Anträge auf Impfschäden wurden in Bayern dieses Jahr jeden Monat gestellt. Von den Anträgen seien bisher erst 242 abschließend bearbeitet worden. In 16 Fällen wurden dauerhafte Impfschäden anerkannt.

Da jeder Fall und jedes Gutachten einzeln geprüft werden müsse, dauere die Sachbearbeitung oft an, erklärte ZBFS-Sprecher Benjamin Vrban der dpa. Welche Impfschäden die 16 Betroffenen erlitten haben, gab die Behörde aus Datenschutzgründen nicht bekannt. Allgemein werden die aus Medien bekannten Schäden wie Herzmuskelentzündung oder Sinusvenenthrombose geltend gemacht, sagte Vrban. 

Impfschäden durch Corona-Impfung: Betroffen haben Recht auf Entschädigung

Damit ein dauerhafter Impfschaden anerkannt werde, müssen die Beschwerden mindestens sechs Monate andauern. Das Paul-Ehrlich-Institut, das die Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland überwacht, verweist auf seiner Webseite darauf, „dass auch Reaktionen in zeitlicher Nähe zu einer Impfung nicht unbedingt im ursächlichen Zusammenhang mit einer Impfung stehen müssen“.

Wird durch eine öffentlich empfohlene Impfung ein Impfschaden verursacht, gilt das soziale Entschädigungsrecht. Je nach Schweregrad steht Impfgeschädigten eine Grundrente zu. Statt der bislang 156 bis 811 Euro monatlich werden nun mit Berücksichtigung der Inflation 164 Euro bis 854 Euro pro Monat gezahlt. Zudem sind Zusatzzahlungen möglich, abhängig von den Impfschäden und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Betroffenen. Bei den 16 Anerkennungen in Bayern wurden in 8 Fällen unter anderem Versorgungsrenten gewährt, wie das ZBFS mitteilte. (tkip/dpa)

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