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Corona-Maskenpflicht fällt in Bayern: Edeka-Marktleiterin freut sich über Aus - Kunden bleiben skeptisch

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Von: Jennifer Battaglia

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Maske hängt an Einkaufswagen
Maskenpflicht im Supermarkt ade. Das sagen Mitarbeiter und Kunden dazu. © IMAGO/Rolf Poss

Wenn am Montag die Supermärkte in Bayern wieder öffnen, ist die Maskenpflicht erstmal Geschichte. Angestellte und Kunden haben dazu ganz unterschiedliche Meinungen.

Bayern - Jetzt kommt er doch, der Freedom-Day in Bayern. Am Sonntag, 3. April, ist es so weit: So gut wie alle Corona-Bestimmungen fallen - dazu zählt auch die Maskenpflicht. Nach gut zwei Jahren müssen nur noch in ganz bestimmten Bereichen eine Maske getragen werden. So zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr oder im Krankenhaus - hier gilt weiterhin FFP2-Pflicht.

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Maskenpflicht endet in Bayern ab Sonntag - So reagieren Kunden und Verkäufer im Supermarkt

Überall sonst, sprich im Restaurant, Museum, Kino, in der Disko oder im Handel fällt die Verpflichtung zur Maske. Das bayerische Kabinett hat lediglich eine Empfehlung ausgesprochen, Masken in Innenräumen beizubehalten - wobei im Kabinettsbeschluss explizit von „medizinischen Masken“ und nicht von FFP2-Masken die Rede ist.

Das bedeutet also auch: Die Maske in Supermärkten fällt. Doch wie gehen die Menschen damit um? Wir haben Angestellte und Kunden gefragt.

Corona-Maskenpflicht fällt in Bayern: Kunden sehen es skeptisch

Paul Hopp, Rewe-Kunde aus Weilheim, fühlt sich mit Mund-Nasen-Schutz im Supermarkt sicherer und hat erstmal nicht vor, auf die FFP2-Maske zu verzichten. „Ich gehe berufsbedingt zu Stoßzeiten einkaufen“, sagt er. „Da ist immer viel los.“ Für ihn sei das Tragen einer Maske bereits zur Gewohnheit geworden. „Nur als Brillenträger nervt es halt manchmal.“ Hopp ist dreifach geimpft und möchte sich nicht anstecken. „Und falls ich es habe, denke ich, dass ich durch die Maske andere schütze und das Virus nicht weitergebe.“ Der Weilheimer findet es seltsam, dass die Maskenpflicht gerade jetzt endet, obwohl sich die Inzidenzen auf Rekordniveau halten.

Auch Annette Kiener aus Amberg in der Oberpfalz wird die Maske weiter beim Einkaufen tragen. Die 84-Jährige ist Norma-Kundin und sagt: „Mein Immunsystem ist schwach, ich trage die Maske zu meinem eigenen Schutz.“ Sie ist dreifach geimpft und sieht die Maske als effektives Mittel an, eine Infektion vorzubeugen. „Auf alle anderen Maßnahmen verzichte ich“, sagt sie. Dennoch halte sie eine Maskenpflicht grundsätzlich nicht für passend. „Jeder sollte auch ohne eine Verpflichtung darauf achten, einem anderen nicht zu schaden“, so die Seniorin.

Corona-Maskenpflicht fällt in Bayern: Edeka-Marktleiterin zeigt sich erleichtert

Eine Edeka-Marktleiterin in Nordbayern, die nicht namentlich genannt werden möchte, freut sich über das Wegfallen der Maske. „Ich bin dreimal geimpft und habe bisher alle Maßnahmen mitgetragen“, sagt die Frau. „Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein.“ Einige ihrer Mitarbeiter hätten Angst, sich anzustecken. „Ich habe zu ihnen gesagt: Keiner köpft euch, wenn ihr weiter Maske tragt.“ Jeder solle aber für sich selbst entscheiden. Die Frau äußert außerdem Bedenken, dass, falls man in einem Supermarkt die Maskenpflicht beibehält und im nächsten nicht, vor allem junge Leute nicht mehr zum Einkaufen kommen würden. (jb)

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