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Nürnbergs Corona-Inzidenz steigt enorm an - doch die Stadt hat bereits damit gerechnet

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Von: Tanja Kipke

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Corona-Test
Die Zahl der Neuinfektionen in Nürnberg ist rasant angestiegen. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/Symbolbild

Die Inzidenz in der Frankenmetropole hat in den letzten Tagen einen ordentlichen Sprung nach oben gemacht. Nach einer Mitteilung der Stadt, war dies jedoch absehbar.

Nürnberg - Die Zahl der Neuinfektionen in Nürnberg* ist seit Freitag enorm angestiegen. Waren es am 28. Januar noch 1311 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sprang der Wert am Montag (31. Januar) laut RKI auf 2020,8. Der Grund dafür könnte das neue Meldesystem des Gesundheitsamts sein. Bereits letzte Woche kündigte die Stadt die Umstellung an. Die Zahl der eingehenden Meldungen habe sich seit dem Jahreswechsel „vervierfacht“, hieß es in der Mitteilung. Das Gesundheitsamt war wegen der starken Belastung nicht mehr in der Lage, die Meldungen noch am Eingangstag weiterzugeben.

Corona in Nürnberg: Umstellung des Meldesystems für Inzidenz-Anstieg verantwortlich?

„Um in den nächsten Wochen eine schnelle, realistische Einschätzung geben zu können, erfolgt der Schritt der Qualitätsüberprüfung der Meldungen in Zukunft nach der Meldung an das LGL beziehungsweise RKI“, teilte die Stadt mit. Bedeutet: Die übermittelten Corona*-Nachweise gelangen ohne Prüfung an das LGL/RKI und Fehler werden erst im Nachhinein korrigiert. Das können etwa Doppelmeldungen oder Meldungen zu Personen, die nicht im Nürnberger Stadtgebiet registriert sind, sein.

„Zwischenzeitlich kommt es zu einer tendenziellen Überschätzung der Zahlenwerte. Durch diese Änderung des Meldewegs wird es zu einem einmalig stärkeren Anstieg der über sieben Tage gemittelten Covid-19 Inzidenz kommen.“ Dieser Anstieg scheint sich aktuell bemerkbar zu machen. Die Stadt gab außerdem bekannt, das Meldeteam im Gesundheitsamt aufzustocken und die Kontaktnachverfolgung umzustrukturieren.

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Änderungen in der Kontaktnachverfolgung: Infizierte können Daten eigenständig übermitteln

Zum 1. Februar ändert sich das Kontaktpersonen-Management im Falle einer Corona-Infektion*. Mit dem Climedo-Symptomtagebuch gewährleistet das Nürnberger Gesundheitsamt einen täglichen, digitalen Austausch mit Corona-Infizierten. Dabei werden Infizierte gebeten, ihren Krankheits- beziehungsweise Genesungsverlauf zu protokollieren und per Schnittstelle an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Nun gibt es auch ein Modul der Kontaktpersonen-Erfassung durch Climedo. „Das bedeutet, dass mit Corona infizierte Personen, die bisher mit einer SMS vom Gesundheitsamt für Climedo registriert werden, zusätzlich enge Kontaktpersonen über diese Software an das Gesundheitsamt übermitteln sollen“, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Betroffene können die Daten der Kontaktpersonen eigenständig eintragen. (tkip) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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