Nach Regel-Änderung für Grundschulen

Corona-Lockerungen in Bayern: Neue Inzidenz-Grenze auch für Kita-Kinder? Ministerium stellt Regel klar

In Bayern gelten neue Corona-Regeln - unter anderem für Grundschulen. Hat sich auch für Kita-Kinder etwas geändert? Das Familienministerium gibt eine Stellungnahme ab.

München - Gastronomie, Tourismus und Kultur - in diesen Bereichen finden in Bayern Lockerungen statt. Doch wie sieht es mit den Regelungen in Kindergärten aus - hat sich dort etwas verändert? Der Inzidenzwert für Distanzunterricht für Grundschulen wurde schließlich von 100 auf 165 angehoben, teilte Markus Söder auf einer Pressekonferenz mit. Gilt für Kitas oder ähnliche Einrichtungen für kleinere Kinder dasselbe?

Angesprochen worden war das Thema auf der Pressekonferenz an diesem Dienstag bei der Verkündung der Lockerungen nicht. Auf Nachfrage von Merkur.de* äußerte sich nun allerdings das bayerische Familienministerium.

Kita-Regeln in Bayern: Neuer Inzidenzwert maßgeblich? Familienministerium äußert sich

„Der in der sogenannten Bundesnotbremse festgelegte 7-Tage-Inzidenzwert wird im Gleichklang zu den Grundschulen in Zukunft auch für Schulkinder, die Horte, altersgeöffnete Kindertageseinrichtungen (z.B. Haus für Kinder) oder Kindertagespflegestellen besuchen, Anwendung finden“, heißt es in der Stellungnahme des Ministeriums. Ebenso wie: „Schulkinder werden regelmäßig getestet und die AHA+L-Regeln können in dieser Altersgruppe deutlich besser angewendet werden, weshalb eine Anhebung des 7-Tage-Inzidenzwerts vertretbar ist.“

Für jüngere Kinder, die noch nicht in die Schule gehen, gebe es dagegen noch keine Möglichkeit zur regelmäßigen, nicht-invasiven Testung. Auch, wenn es bereits Projekte zu alternativen Methoden gebe. Das Ministerium stellt deshalb klar: „Zunächst muss allerdings ausreichend erprobt werden, ob solche Tests auch für jüngere Kinder geeignet sind, um sicherzugehen, dass die Tests, die letztendlich zugelassen werden, tatsächlich auch zuverlässige Ergebnisse liefern. Daher gilt für Nicht-Schulkinder die bislang geltende Regelung zur Notbetreuung ab einem 7-Tage-Inzidenzwert von 100 vorerst weiter fort.“

Corona in Bayern: Kita-Regeln bleiben gleich - Keine Gleichstellung mit Grundschulen

Für viele Eltern mit kleinen Kindern werden dies keine guten Nachrichten sein. Familien hätten aber „weiterhin die Möglichkeit zu wechselseitigen, privat organisierten, festen und unentgeltlichen Eltern-Betreuungsgruppen mit Kindern aus höchstens zwei Hausständen“, so das Ministerium. (*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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