Touristen-Ansturm dank Corona

Absurde Situation: Ausflügler in bayerischem Nationalpark verwirrt - „Wo sind denn die Fahrgeschäfte?“

Der Nationalpark Bayerischer Wald erlebt gerade dank Corona ein Touristen-Hoch. Dass es sich dabei um einen Natur-Park handelt, scheint vielen Ausflüglern neu.

  • Der Nationalpark Bayerischer Wald erlebt dank Corona gerade einen Touristenansturm.
  • Einige der Besucher haben den Begriff „Nationalpark“ wohl aber missverstanden.
  • Das führt bisweilen zu absurden Situationen.

Grafenau - Die Corona-Krise hat den Tourismussektor weltweit schwer gebeutelt. Seit das Reisen wieder erlaubt ist, zieht es die Menschen wieder nach draußen - wer möchte schon den Sommerurlaub in den eigenen vier Wänden verbringen müssen?

Nationalpark Bayerischer Wald: Touristen-Ansturm dank Corona-Krise

Doch da das Reisen aufgrund vieler Corona-Beschränkungen selbst innerhalb von Europa teilweise recht schwierig ist, bleiben viele Deutsche nun in den Sommerferien einfach in Deutschland oder besser gesagt in Bayern. Denn dort ist es ja besonders schön, wie zumindest der bayerische Ministerpräsident Markus Söder oft und gerne behauptet.

Nationalpark Bayerischer Wald: Touristen vermissen die Fahrgeschäfte

Ein sehr beliebtes Urlaubsziel ist die Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald. In dem Natur- und Erholungsgebiet kann man gut abschalten und alle möglichen Arten von Freizeitspaß genießen. Doch das Wort „Park“ in Verbindung mit „Freizeit“ scheint bei einigen Touristen leider ganz falsche Assoziationen zu wecken.

Corona-Ansturm im Nationalpark Bayerischer Wald: Ton wird rauer

Rangerin Christine Schopf erzählte im Gespräch mit der deutschen Presseagentur (dpa), dass derzeit häufig die Frage „Wo sind die Fahrgeschäfte?“ gestellt werde und Direktor Franz Leibl fügt an: „Da sind Leute da, die verwechseln uns mit einem Freizeitpark, die wollen etwas erleben.“ In normalen Jahren wüssten die meisten Leute schon, was sie im Nationalpark erwartet. „Im Moment ist das Klientel ein bisschen anders“, gibt Leibl zu.

Corona-Ansturm im Nationalpark Bayerischer Wald: Ausflügler teils uneinsichtig

Doch nicht nur das hat sich verändert. Neben den ungewöhnlichen Fragen und den plötzlich überfüllten Parkplätzen habe sich auch der Ton der Touristen verändert. Schopf erzählt, Besucher reagierten immer öfter gereizt auf freundliche Anweisungen zum Einhalten der Hygieneregeln und Corona-Maßnahmen. Und vor allem E-Bike-Fahrer machten den Park-Mitarbeitern das Leben schwer. Diese hielten sich nur selten an die vorgegebene Radwege - und reagieren auf Zurechtweisung häufig recht schnippisch.

Auch am Taubenberg im Landkreis Miesbach gibt es immer wieder Zoff um Radfahrer. Ein Mountainbiker wurde sogar von einem Landwirt verfolgt. Als er vor einem Biergarten um Hilfe rief, erntete er hauptsächlich Spott. Auch Ohlstadt ist ein beliebtes Ziel von Bergfreunden. Dort beginnen sie Touren ins Heimgartengebiet. Doch der Ausflugs-Ansturm infolge der Corona-Lockerungen übertraf alles Bisherige. Sonne, Ferien und Massen an Ausflüglern: Droht in Bayern ein Verkehrschaos in neuer Dimension? Die Polizei rüstet sich.

Eine unglaubliche Geschichte bekam die Polizei von einem Mann aus dem Landkreis Landshut zu hören. In einem Waldstück wurde er plötzlich von einer Unbekannten attackiert.

Rubriklistenbild: © dpa / Armin Weigel

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