Traumwetter im Freistaat

Corona in Bayern: Polizeichef droht Ausflüglern Strafe an - Zahl der infizierten Münchner deutlich gestiegen

Das Coronavirus lähmt Bayern - Ministerpräsident Markus Söder rief den Katastrophenfall aus. Die Polizei appellierte jetzt eindringlich an die Bevölkerung.

Update von 16.44 Uhr: Die Münchner Polizei ruft die Bürger zum wiederholten Male auf, in Parks und auf öffentlichen Plätzen den Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten. Auch solle man sich - trotz Sonnenschein - nur mit Personen aus dem eigenen Hausstand treffen. Auf keinen Fall mit Freunden oder Bekannten. Dafür wendet sich die Polizei mit einer Mitteilung am Samstagabend an die Presse. 

Solange sich Menschen mit Freunden in den Parks und in der Sonne tummeln, können die drastischen Maßnahmen auch keine oder nur zu schwache Wirkung zeigen. Politisch wird immer wieder betont: Funktioniert die Sicherung des Gesundheitssystems aus der Eigenverantwortung der Bürger heraus nicht, können wohl auch die Maßnahmen vorerst nicht gelockert werden.

Update von 16.20 Uhr: Der gebürtige Pähler und FC Bayern München-Star Thomas Müller hat rund um seine Heimat Essen an alle Helden des Corona-Alltags spendiert. Die Polizei hatte den ursprünglichen Plan absagen müssen - wegen schweren Befürchtungen.

Update von 15.23 Uhr: Die Zahl der Infizierten in der Landeshauptstadt München steigt weiter an. Wie die Stadt informiert, wurden am heutigen Samstag (Stand 13.30 Uhr) weitere 235 Fälle von Coronavirus-Infizierten bestätigt. Insgesamt sind in München nun 2.080 Menschen infiziert. Am Freitag waren noch 158 neue Fälle in 24 Stunden gemeldet worden.

Coronavirus in Bayern: Landespolizeipräsident mit klaren Worten

Update von 13.50 Uhr: Bayerns Natur bietet für jeden etwas. Nur im Moment darf man sie wegen Corona nicht so nutzen wie sonst. Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer klärt auf - und droht im Merkur-Interview mit saftigen Bußgeldern.*

Update von 12.20 Uhr: Nach dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nun auch die Polizei an Spaziergänger appelliert, das sonnige Wetter am Samstag nicht für größere Ausflüge zu nutzen. Auf Facebook postete die Polizei Mittelfranken einen Appell.

„Natürlich fällt einem mit der Zeit die Decke auf den Kopf. Aus diesem Grund ist es auch in Ordnung mit seinem Lebenspartner und dem Personenkreis, der im selben Hausstand lebt, spazieren zu gehen oder im Freien Sport zu treiben. Aber bitte geht danach wieder nach Hause, damit auch andere den Park für einen kurzen Spaziergang nutzen können“, heißt es dort. Bei den derzeitigen Ausgangsbeschränkungen sei es nicht erlaubt, sich längere Zeit auf Parkbänken und Decken niederzulassen.

In München war an der Wittelsbacher Brücke am Freitag gegen 15 Uhr noch einiges los. Wer wird dann erst am heutigen Samstag alles an die Isar strömen? Die Polizei München bittet deshalb vorsichtshalber daheim zu bleiben. *

Coronavirus in Bayern: Polizei bringt einsamen Jungen zum Lächeln

Update von 11.18 Uhr: Der Flughafen München steckt wegen des Coronavirus in einer schlimmen Krise.* Echte Besserung lässt wohl deutlich länger auf sich warten als nach dem 11. September 2001.

Update von 9.49 Uhr: In Bayern herrscht aufgrund des Coronavirus eine Ausgangsbeschränkung. Ein einsamer Junge rief weinend die Polizei. Die Beamten brachten ihn dann sogar zum Lächeln.*

Firmen wegen Coronavirus in Krise: Freistaat hat bereits 115 Millionen an Hilfen gezahlt

Update vom 28. März, 9.23 Uhr: Firmen in Deutschland, vor allem aus Bayern, beantragen in großer Zahl die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen wegen der Corona-Krise. Bei den zuständigen Stellen seien binnen weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern eingegangen, berichtete die Bild unter Berufung auf eine Umfrage unter den Bundesländern. Es seien bereits 138,5 Millionen Euro zur Zahlung angewiesen worden.

Den Großteil machten demzufolge Zahlungen aus Bayern aus. Über seine Landeshilfen habe der Freistaat bereits gut 115 Millionen Euro an kleine Unternehmer überwiesen, die diese nicht zurückzahlen müssen.

Corona in Bayern: Staatsregierung sucht händeringend Ärzte

Update, 21.30 Uhr: Angesichts der erwarteten Zuspitzung der Corona-Krise sucht die bayerische Staatsregierung händeringend Ärzte. Nun sollen auch ausländische Mediziner ohne deutsche Approbation vorübergehend in Bayern arbeiten können. Das geht aus einem am Freitag (27. März) veröffentlichten Appell von Gesundheitsministerium und Landesärztekammer hervor. „Derzeit lässt sich nicht voraussagen, wie sich die Infektionslage in Bayern entwickelt“, erklärte Ministerin Melanie Huml (CSU). Deshalb bittet die Staatsregierung alle Mediziner, die derzeit nicht in ihrem Beruf arbeiten, sowie Medizinstudenten um Unterstützung. Gesucht werden dabei auch „Ärztinnen und Ärzte mit ausländischen Diplomen, deren Anerkennungsprozess in Deutschland noch nicht abgeschlossen ist“.

Für die Freiwilligen hat die Landesärztekammer nun ein eigenes Meldeportal im Internet eingerichtet. Ärzte, die derzeit einer nichtärztlichen Arbeit nachgehen, sollen demnach für die Dauer ihres Corona-Einsatzes freigestellt werden - unter Lohnersatz beziehungsweise Lohnfortzahlung. Zudem gibt es für Arztpraxen, medizinische Versorgungszentren, Gesundheitsämter und Betreiber von Bürgertelefonen die Möglichkeit, sich zu melden, wenn noch Unterstützung gesucht wird. Die eingesetzten Helfer werden entlohnt.

Anlass der Appelle sind die Befürchtungen, dass das bayerische Gesundheitswesen auch schwerer erkrankte Corona-Patienten nicht mehr ordnungsgemäß behandeln könnte. 

Coronavirus in Bayern: Männer in Augsburg missachten Ausgangsbeschränkung - Auch Verstoß in Regensburg

Update, 19.44 Uhr: Obwohl die Ausgangsbeschränkungen in Bayern größtenteils gut eingehalten werden, gibt es immer wieder einzelne Ausnahmen. So hat die Polizei in Augsburg fünf Männer in einem Auto aus dem Verkehr gezogen. Sie waren trotz der in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen unterwegs. Die Männer im Alter zwischen 27 und 43 Jahren waren nach Polizeiangaben am Donnerstagabend (26. März) zu einer Spritztour aufgebrochen. Im Auto fanden die Beamten 15 leere Bierflaschen. Weil die Männer gegen die für Bayern festgelegten Auflagen verstießen, erwartet sie alle ein Ermittlungsverfahren. Der 38 Jahre alte Fahrer erhielt außerdem eine Anzeige wegen Trunkenheit am Steuer und musste seinen Führerschein abgeben.

Auch in Regensburg kam es zu einem Verstoß. Der Betreiber eines Fitnessstudios hat sich dort eine Anzeige eingehandelt, weil das Studio trotz der Ausgangsbeschränkung geöffnet hatte. Nach Polizeiangaben hatte er die Fenster abgedunkelt, so dass von außen der laufende Betrieb nicht erkennbar war. Jedoch sahen Zeugen am Donnerstagabend (26. März), wie mehrere Menschen in Sportkleidung das Fitnessstudio betraten und verließen. Die Zeugen riefen die Polizei, die dem Betreiber und fünf Kunden Anzeigen wegen einer Ordnungswidrigkeit erteilten.

Coronavirus in Bayern: Strafen in neu geregeltem Bußgeldkatalog festgelegt

Update, 17.55 Uhr:  Bayern kämpft gegen das Coronavirus - nun auch mit klar definierten Strafen. Wie teuer Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen werden, regelt ein neuer Bußgeldkatalog.

Währenddessen ist es in dem Pflegeheim in Würzburg, in dem es zu einem großen Corona-Ausbruch kam, zu einem weiteren Todesfall gekommen. Damit sind zwölf Menschen im Heim an den Folgen des Coronavirus gestorben.

Update, 16.28 Uhr: Mit einer ungewöhnlichen Aktion machte die Firma Burgis aus Neumarkt in der Oberpfalz auf sich aufmerksam. Auf ihrem Werksgelände richtete die Firma eine Drive-In-Station ein, um 60.000 Kilogramm übrig gebliebenen Knödelteig zu verteilen. Der Teig konnte wegen der Corona-Krise nicht an die Gastronomie geliefert werden. 

Der Andrang sei enorm gewesen, erklärte eine Sprecherin. Wie der BR berichtet, kamen so viele Menschen nach Neumarkt, dass die Polizei den Verkehr regeln musste. Weit vor 10 Uhr vormittags seien sämtliche Zufahrtsstraßen zu dem Unternehmen mit Stau blockiert, so der BR weiter.

Die Autofahrer konnten wählen zwischen Kloßteig und vorgeformte Knödel in verschieden großen Beuteln. Die Abholer waren um freiwillige Spenden gebeten. Manche gaben für einen Beutel 100 oder 200 Euro, sagte die Sprecherin. Das Geld steckten die Autofahrer vom Fenster aus direkt in eine Spendenbox. Burgis-Mitarbeiter packten die Beutel in den Kofferraum, so dass Kontakt vermieden und Abstand eingehalten wurde.

Der Knödel-Drive-in in Neumarkt in der Oberpfalz.

Die Spenden gehen an die Diakonie in Neumarkt in der Oberpfalz. Durch die vorübergehende Schließung der Restaurants und Gaststätten wegen des Coronavirus waren die Lagerräume des Herstellers noch voll mit Ware. „Diese hätten sie nicht in die Biogasanlage geben wollen, so die Sprecherin weiter. So sei die Idee mit der Spendenaktion entstanden. Wie viel Geld zusammenkam, war zunächst unklar.

Währenddessen richtet die Münchner Gastro-Szene einen Hilferuf an Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter*. Mit einer Petition wollen die verzweifelten Gastronomen auf ihre Lage aufmerksam machen.

Coronavirus in Bayern: Fälle in München steigen erneut - Neue Zahlen bekannt

Update, 15.24 Uhr: Die bayerische Landeshauptstadt München meldet die Coronavirus-Fallzahlen für den heutigen Freitag (27. März). 158 neue Infektionen sind bestätigt worden. Damit sind in München insgesamt 1845 Fälle gemeldet.

Coronavirus in Bayern: Ausgangsbeschränkungen bleiben weiter in Kraft

Update von 14.33 Uhr: Die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise bleiben weiter in Kraft: Der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs lehnte es ab, diese durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Der Verfassungsgerichtshof muss sich aber nun in einem normalen Hauptverfahren dezidiert damit auseinandersetzen. Und abgesehen davon stehen auch Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zu den Ausgangsbeschränkungen noch aus.

Ein Kläger hatte beim Verfassungsgerichtshof argumentiert, die Verordnung zu den Ausgangsbeschränkungen greife in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger ein. Er hatte deshalb Popularklage erhoben und will erreichen, dass die Verordnung für verfassungswidrig und nichtig erklärt wird. Er forderte zudem deren sofortige Außervollzugsetzung per einstweiliger Anordnung.

Der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Peter Küspert, der in besonderen Eilfällen selbst entscheidet, lehnte Letzteres aber nun ab. Bei einer überschlägigen Prüfung könne nicht von offensichtlichen Erfolgsaussichten, aber auch nicht von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit des Hauptantrags im Popularklageverfahren ausgegangen werden, hieß es in der Mitteilung des Gerichts. Die Entscheidung über den Erlass einer einstweiligen Anordnung müsse deshalb anhand einer Folgenabwägung getroffen werden. Und danach stellte Küspert fest: „Angesichts der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten überwiegen die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung.“

Coronavirus in Bayern: Abschlussprüfungen der Azubis verschoben

Update von 14.20 Uhr: Wegen der Corona-Krise können mehr als 30.000 Azubis in Bayern vorerst ihre Abschlussprüfungen nicht absolvieren. Die für dieses Frühjahr vorgesehenen Termine sind deutschlandweit abgesagt, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Freitag mitteilte. Allein in Oberbayern betrifft das 11 000 Azubis, die Nachholtermine sind nach Angaben der IHK München und Oberbayern für Mitte Juni geplant.

Im Frühjahr 2019 hatten 37 000 junge Leute ihre Ausbildung abgeschlossen, in diesem Jahr wird eine ähnliche Größenordnung erwartet. Die absehbare Folge ist, dass zumindest diejenigen, die von ihren Betrieben nicht übernommen werden oder den Arbeitgeber wechseln wollen, erst später mit Abschlusszeugnis auf Stellensuche gehen können.

Coronavirus in Bayern: Betrüger nutzen Pandemie mit perfider Masche

Das LKA warnt nach aktuellen Fällen in Bayern und München: Betrüger nutzen die Coronavirus-Pandemie mit einer neuen, perfiden Masche. Öffnen Sie auf keinen Fall Ihre Haustür.

Coronavirus in Bayern: ILS geht mit Problem an die Öffentlichkeit

Update von 13.10 Uhr: Das Coronavirus beschäftigt den Freistaat weiter. DieIntegrierte Leitstelle (ILS) Bamberg-Forchheim geht jetzt mit einem Problem an die Öffentlichkeit. In letzter Zeit machen Anrufer, die den Notruf wählen, zunehmend keine Angaben zu Verdachtsfällen oder Corona-Symptomen - wohl weil sie befürchten, beim Rettungsdienst dann schlechter gestellt zu sein. Das berichtet nordbayern.de

Rettungskräfte werden so in Gefahr gebracht, denn sie betreten die Wohnung des Hilfesuchenden und erfahren oft erst dann, dass eine Infektion mit dem Coronavirus nicht ausgeschlossen ist. Die Verantwortlichen stellen deshalb klar, dass eine mögliche Coronavirus-Infektion zu keiner Schlechterstellung beim Notruf führt. Die Angabe sei aber wichtig, damit die Rettungskräfte sich selbst schützen können.

Coronavirus: Mehr als 10.000 Infizierte in Bayern

Update von 12.38 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Bayern hat am Freitag die Marke von 10.000 überschritten. Inzwischen, Stand Freitagvormittag 10 Uhr, sind im Freistaat 10180 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das verlautete aus Regierungskreisen unter Berufung auf die neuesten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Demnach sind bislang 59 infizierte Patienten in Bayern gestorben.

München: skurriles Angebot soll Corona-geplagten Bürger helfen

Update von 10.34 Uhr: Die aktuelle Situation in Bayern ist eine Herausforderung für viele Menschen. Wem Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in der Corona-Krise auf die Psyche schlagen, der könnte es einmal mit Online-Lachtraining versuchen. Der Lachclub am Münchner Westpark treffe sich nun jeden Sonntag um 11 Uhr im Videochat, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. „Ich weiß von ganz vielen Leuten, denen die Decke auf den Kopf fällt“, sagte sie. Täglich werden es mehr Teilnehmer, wie tz.de* berichtet.

Coronavirus im Freistaat: Deutsche Bahn reagiert auf weniger Fahrgäste

Die Deutsche Bahn wird wegen der Corona-Krise den regionalen Zugverkehr in Bayern weiter reduzieren. Die Fahrgastzahlen sind stark zurückgegangen.

Gestrichen werden von Montag an vor allem der Ausflugsverkehr, von Schülern genutzte Züge sowie die Taktverstärker im Pendlerverkehr. In der Regel fahren die DB-Regionalzüge dann noch im Stundentakt. „Wir gewährleisten überall die Grundversorgung“, sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag in München.

Corona-Krise in Bayern: Joachim Herrmann ruft Bürger auf, auf Ausflüge in die Berge zu verzichten

Update von 9.04 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Bürger in der Coronavirus-Krise dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. „Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf über 50 oder 100 Kilometer meinen, in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab“, sagte Herrmann am Freitag im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2 „radioWelt am Morgen“).

Auch wenn am Samstag schönes Wetter sei, solle das nicht als Anlass für solche Ausflüge genutzt werden, mahnte der Minister. Für Landkreise wie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen seien Ausflügler eine Belastung, unter anderem für die Bergwacht. „Es ist schon eine Belastung, wenn man in solch einer Situation jemanden retten muss, der sich den Fuß umknickt“, befand Herrmann.

Der Minister zog nach der ersten Woche mit Ausgangsbeschränkungen in Bayern eine positive Bilanz. „Man spürt, dass die allermeisten Menschen in unserem Land das nicht nur für richtig halten, sondern auch die Vorschriften beachten“, sagte er.

Coronavirus in Bayern: Hubert Aiwanger mit guten Nachrichten für den Freitstaat

Update vom 27. März, 7.31 Uhr: Gute Nachrichten von Hubert Aiwanger. Bayerns Wirtschaftsminister hat Materialen für Schutzmasken organisiert. Jetzt heißt es: „Masken selbst nähen“, wie er auf Facebook schreibt. Pragmatismus und Selbsthilfe sei gefragt. „Diese Selbsthilferollen wiegen 12 kg, 40 cm breit, 400m Vliesstoff pro Rolle zertifiziertes Maskenmaterial, aus dem auch FFP 2 und FFP 3 Masken geschneidert werden. Reicht für 5000 Masken“, schreibt er weiter.

Zusätzlich bekomme jeder Landkreis beziehungsweise Stadt noch mehrere hundert fertige Masken als Notration, aber auch als Nähvorlage. „Zunächst eine Rolle/Landkreis, die großen Städte entsprechend mehr. Nachschub kommt zeitnah.“ Dazu postete er ein Bild mit dem Material hinter sich, dies reiche für über eine Million Masken, so Aiwanger. Auch in Altenheimen und in der Krankenpflege müsse  dieses Material jetzt schnell ankommen, „bevor die verzweifelt aus Bettwäsche selbst was schneidern mit unpassendem Material. THW liefert heute noch aus. DANKE! An die Nähmaschinen, wer nähen kann!“

Coronavirus in Bayern: Ministerpräsident Markus Söder mit eindringlichen Worten

Update von 19.58 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der wegen der Corona-Krise geltenden Beschränkungen und Auflagen gewarnt. „Wenn wir erfolgreich sein wollen, und wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir diesen Weg, den wir jetzt beschritten haben, weitergehen“, sagte Söder in einer am Donnerstagabend verbreiteten Videobotschaft. „Deswegen mein Tipp: Noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt ist es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen.“

Update von 19.17 Uhr: Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, seien damit bislang elf Bewohner zu Tode gekommen. Zwischenzeitlich seien alle Bewohner des Heims sowie das gesamte Pflegepersonal getestet worden. Eine Entscheidung über eine mögliche Evakuierung oder eine andere Trennung der gesunden von erkrankten Bewohnern sei noch nicht getroffen worden.

Coronavirus: Dramatische Situation in Pflegeheim im Landkreis München

Update von 17.48 Uhr: Auch im Landkreis München spitzt sich die Lage zu. In einem Pflegeheim ist ein Bewohner verstorben, der am Coronavirus erkrankt war. Acht Pfleger und neun weitere Bewohner haben sich derweil infiziert. Das Landratsamt reagiert. Die Situation wird als „dramatisch“ beschrieben*.

Update von 17.15 Uhr: Wegen des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus verbieten einige Kliniken Vätern, bei der Geburt ihres Kindes dabei zu sein. „Manche wollen das Risiko lieber nicht eingehen“, sagte Eduard Fuchshuber von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft am Donnerstag in München. „Es wäre einfach eine Katastrophe, wenn das Virus dadurch eingeschleppt würde.“ In wie vielen Kliniken in Bayern werdende Väter draußen bleiben müssen, sei aber unklar.

Coronavirus: Weiterer Todesfall in Landeshauptstadt München

Update von 15.33 Uhr: In der Landeshauptstadt München wurden heute (Stand 13.30 Uhr) weitere 111 neue Fälle* von Coronavirus Infizierten gezählt. Weiter gibt es jetzt auch den dritten Todesfall. Dabei handelt es sich um einen 88-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Damit sind in München aktuell insgesamt 1.687 Menschen offiziell infiziert.

Ein Video aus München kursierte zuletzt im Netz. Die Aufnahmen zeigen abstoßende Handlungen* - im Rahmen von Corona.

Im gesamten Freistaat liegt die Zahl der Infizierten Stand heute (10.00 Uhr) bei 8.842.

Coronavirus in Bayern: Bayerisches Rotes Kreuz liefert Schutzausrüstungen

Update von 15.08 Uhr: 50 Tonnen nagelneue Schutzausrüstung sind vom Bayerischen Roten Kreuz auch für andere Hilfsorganisationen gekauft und gesammelt worden. In einem von der Polizei geschützten Zentrallager des BRK seien die Schutzmasken, Handschuhe, Schutzkittel und Desinfektionsmittel über Wochen gesammelt worden, teilte das BRK am Donnerstag mit. Jetzt würden sie an die Kreisverbände von BRK, Malteser Hilfsdienst, ASB, DLRG und andere Organisationen in ganz Bayern verteilt. „Das Material reicht für vierzehn Tage“, sagte BRK- Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. „Die Kraftanstrengungen gehen weiter.“

Coronavirus in Bayern: Staatsregierung unterstützt Lastwagenfahrer

Mit vergünstigten Essen an Raststätten und sauberen Sanitäranlagen für Lastwagenfahrer unterstützt die Staatsregierung Lastwagenfahrer bei ihrer wichtigen Arbeit in der Corona-Krise. „Wir tun alles dafür, dass die Fahrerinnen und Fahrer gute Arbeitsbedingungen haben. Besonders wichtig ist mir, dass sich die Fahrerinnen und Fahrer selbst gut versorgen können“, sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Donnerstag in Forstinning bei München. Dass es in der aktuellen Pandemie dennoch volle Regale in den Geschäften gebe, sei auch ein Verdienst der Mitarbeiter der bayerischen Transportunternehmen. „Momentan merken wir besonders, wie sehr wir auf die hervorragende Arbeit in der Logistik-Branche angewiesen sind“, betonte Schreyer.

Update von 14.28 Uhr: In Bayern sind inzwischen 8842 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 52 infizierte Patienten gestorben.

Corona-Krise in Bayern: Osram mischt eigenes Desinfektionsmittel

Der Lichtkonzern Osram mischt in der Corona-Krise sein eigenes Desinfektionsmittel und will auch Krankenhäuser und ähnliche Einrichtungen versorgen. Hergestellt werden die Flächen- und Händedesinfektionsmittel im Werk Schwabmünchen, das auch über eine chemische Produktion verfügt, wie eine Sprecherin am Donnerstag sagte. Daher gebe es dort entsprechende Anlagen, das nötige Wissen, und auch die Ausgangsstoffe seien auf Lager.

„Wir haben mit einer kleinen Produktion für den Eigenbedarf angefangen“, erzählte die Sprecherin. Nachdem man die Qualität durch eine externe Analyse bestätigt bekommen habe, sei die Produktion jetzt hochgefahren worden. Neben der Versorgung der eigenen Werke in Garching, München, Berlin und Eichstätt will Osram das Desinfektionsmittel auch zum Selbstkostenpreis an Einrichtungen rund um Schwabmünchen abgeben. Unter anderem sei man mit dem örtlichen Krankenhaus in Gesprächen, hieß es.

Coronavirus in Bayern: Schlimmer Vorfall in Neu-Ulm

Update von 13.43 Uhr: Das Coronavirus beherrscht weiter die Schlagzeilen. Einem Mann in Schwaben ist nun etwas passiert, dass in Corona-Zeiten noch unangenehmer ist als normalerweise - ihm wurde ins Gesicht gespuckt. Der Täter habe dem Mann in Neu-Ulm von hinten den Mundschutz heruntergerissen, ihm ins Gesicht gespuckt und anschließend mehrmals ins Gesicht geschlagen, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Der Geschädigte musste wegen mehrerer Verletzungen, unter anderem einem Nasenbeinbruch, medizinisch versorgt werden. Außerdem wurde die Brille des Mannes beschädigt. Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.

Coronavirus in Bayern: Betrüger wollen Krise ausnutzen

In Bayern haben mehrere Betrüger die Corona-Krise ausgenutzt. Die Polizei in Bayern berichtet am Donnerstag von versuchtem Überweisungsbetrug und dubiosen Angeboten eines Putzdienstes gegen Viren. In Frammersbach (Landkreis Main-Spessart) brachten am Mittwoch drei Männer zwischen 23 und 46 Jahren Flyer an Autos an mit dem Angebot, diese mit „speziellsten chemischen Reinigungsmitteln“ zu reinigen um die „Gefahr von Coronaviren zu minimieren“.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können die Covid-19-Viren je nach Bedingung mehrere Tage auf Gegenständen überleben. Es sei aber kein Fall bekannt, bei dem sich eine Person nachgewiesen auf diesem Weg infiziert hätte, sagte eine Sprecherin. Das Reinigungsangebot sei „seltsam“, eine Ansteckung über ein Auto sei nicht sehr wahrscheinlich. Da die Männer keine Erlaubnis zum Verteilen der Flyer hatten, wird gegen sie nun wegenVerstoßes gegen das Straßen- und Wegegesetz ermittelt.

In Cham erhielt eine 69-jährige Frau einen Anruf, dass ihre Hausbank aufgrund der Corona-Krise geschlossen werden müsse. Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter der Bank aus und erkundigte sich nach ihren Bankdaten. Obwohl die 69-Jährige nicht auf den Betrugsversuch hereinfiel, versuchten die Anrufer bei der Bank per Telefon, mit den Daten der Frau Geld überweisen zu lassen. Die Banker taten das nicht. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Betrugs.

Derweil hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich in einer Videobotschaft an die Bevölkerung gewendet.Er sieht in der Krise auch eine Chance.

Coronavirus im Freistaat: Ärztegewerkschaft lobt bayerische Infektionsschutzgesetz

Update von 12.50 Uhr: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund in Bayern lobt das bayerische Infektionsschutzgesetz, das der Landtag am Mittwoch beschlossen hat. Nun könne man wichtige Kapazitäten erweitern und sich auf den Anstieg der Infektionszahlen besser vorbereiten, sagte der Landesvorsitzende Andreas Botzlar am Donnerstag: „Ministerpräsident, Gesundheitsministerin und die Landesregierung haben sich hier als handlungsstark und besonnen erwiesen.“

Mit dem Infektionsschutzgesetz kann die Staatsregierung einen „Gesundheitsnotstand“ ausrufen, medizinisches Material beschlagnahmen und direkt auf medizinisches und pflegerisches Personal zugreifen.

Coronakrise in Bayern: Zufriedenheit mit Arbeit von Söder gestiegen

In der Corona-Krise ist die Zufriedenheit der Bürger in Bayern mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder deutlich gestiegen. Das gilt nach einer Umfrage im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ für Anhänger aller Parteien.

Insgesamt bescheinigten demnach 61 Prozent der Befragten dem Regierungschef und CSU-Vorsitzenden, dass sie mit seiner Arbeit „eher zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ seien. Vor einem Monat lag dieser Wert den Angaben zufolge noch bei 52 Prozent, vor einer Woche bei 54 Prozent.

Coronavirus in Bayern: Die Grünen fordern Hilfe für gemeinnützige Organisationen

Der 40 Milliarden Euro umfassende bayerische Corona-Schutzschirm für die Wirtschaft muss nach Ansicht der Grünen im Landtag auch gemeinnützigen Organisationen helfen. „Genauso wie Betriebe in der freien Wirtschaft stehen viele Einrichtungen gemeinnütziger Organisationen in der Corona-Krise vor erheblichen Problemen oder gar vor dem Aus“, sagte der Abgeordnete Tim Pargent am Donnerstag in München. Als Beispiele nannte er Jugendherbergen mit denselben Problemen wie Hotels oder Weltläden mit denselben Sorgen wie der stationäre Einzelhandel.

Coronavirus in Bayern: Gerüchte um Oktoberfest - Münchner Arzt: „Haben nur noch schwere Fälle“

Ursprungsartikel vom 26. März, 10.15 Uhr

München - Seit letzter Woche gilt in Bayern eine Ausgangsbeschränkung, um das Coronavirus einzudämmen. Manche Menschen halten sich jedoch nicht an die Vorgaben. Die Polizei Oberstdorf hat deshalb nun mehrere Verstöße geahndet - Bergwanderer hatten sich „dicht an dicht“ am Gipfelkreuz gedrängt.

Coronavirus in Bayern: Steht das Oktoberfest 2020 auf der Kippe?

Das Coronavirus wirkt sich nahezu auf das gesamte öffentliche Leben aus. Schulen und Kitas sind geschlossen, Restaurants dürfen Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten und auch Großveranstaltungen müssen ausfallen. Bis zum Oktoberfest in München ist es zwar noch eine Weile hin, doch die Entscheidung müsse am besten bereits zwischen Ostern und Ende Mai fallen. Eine Absage oder ein Verbot der Wiesn sei im Moment die wahrscheinlichere Option, heißt es in Kreisen der Staatsregierung, wie tz.de* berichtet.

„Eine endgültige Entscheidung, ob das Oktoberfest dieses Jahr stattfinden kann, muss spätestens Ende Mai oder Anfang Juni getroffen werden, vor Beginn der Aufbauarbeiten. Wir werden in enger Abstimmung mit dem Freistaat unter Berücksichtigung der aktuellen Situation eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen“, kündigte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter an.

Auch für Innenminister Joachim Herrmann habe die Entscheidung noch etwas Zeit, großen Optimismus will aber auch er nicht verbreiten:  „Wir müssen sehen, dass die Wiesn mit Blick auf das Infektionsgeschehen ein besonderes Risiko darstellt. Aus der Welt wird das Virus bis September nicht sein.“

Corona im Freistaat Bayern - Schwabinger Chefarzt berichtet: „Wir haben hier nur noch schwere Fälle“

Derweil hat Clemens Wendtner, Chefarzt am Klinikum Schwabing zeit.de ein Interview gegeben und die gegenwärtige Situation in München geschildert.* Demnach entwickle sich zunehmend eine starke Dynamik: „Noch Ende vergangener Woche hätte ich Ihnen von 13 Patienten auf der Normalstation und sechs auf der Intensivstation berichtet. Jetzt haben wir schon knapp 50 Menschen hier mit Covid-19, neun davon auf der Intensivstation.“

Weiter sagt der Chefarzt gegenüber der Zeitung: „Wir haben hier nur noch schwere Fälle.“ München sei aber gut für die ansteigenden Infektions-Zahlen gerüstet: „In München haben wir da zurzeit kein Problem. Hier können sich die Patienten aussuchen, in welches Zentrum sie gehen.“ Nur um die Kliniken im Umland mache sich Wendtner Sorgen. Diese hätten die gleichen Fälle, jedoch weniger Material zur Verfügung.

In Deutschland sind sich die Experten derweil uneinig. Ein Ärztepräsident fordert nun Mundschutz für alle Deutschen.

*tz.de/Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

mit dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Peter Kneffel

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