Von 101,5 auf 99,0

Sieben-Tage-Inzidenz in Nürnberg sinkt wieder unter 100 - Ausgangssperre bleibt aber bestehen

Nur einen Tag lang hatte Nürnberg einen 7-Tage-Wert von über 100. Das reicht aber schon für neue Maßnahmen, wie Distanzunterricht und Ausgangssperren.

Nürnberg - 99 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gibt es in Nürnberg in den letzten sieben Tagen, bezogen auf 100.000 Einwohner. Diesen Wert gab das Robert-Koch-Institut für den Dienstag (23. Februar) bekannt. Am Montag lag er noch über dem magischen Wert von 100 - bei 101,5. Trotz dem leichten Rückgang gehen Grundschulen wieder in den Distanzunterricht und Kitas in den Notbetreuungsmodus.

Laut Daten des Robert-Koch-Instituts vom Dienstag haben sich in den letzten sieben Tagen 513 Nürnberger mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt sind es bereits 23.363 Ansteckungen seit Pandemie-Beginn. 749 Todesopfer forderte das Virus in Nürnberg - acht davon zwischen Montag und Dienstag.

Aufgrund der Sieben-Tage-Inzidenz von 101,5 am Montag, tritt ab Dienstag wieder eine nächtliche Ausgangssperre ein, wie OB Marcus König (CSU) auf einer Pressekonferenz bekanntgab. Wie nordbayern.de berichtet, ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung von 22 bis 5 Uhr untersagt. Ausnahmen gibt es natürlich. Sie sind in der Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung aufgelistet. Die Ausgangssperre entfällt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz eine Woche lang unter 100 bleibt.

Nächtliche Ausgangssperren in Bayern: Was sind die Ausnahmen?

Ein medizinischer oder veterinärmedizinischer Notfall oder andere medizinisch unaufschiebbare Behandlungen

Die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbare Ausbildungswecke

Die Wahnehmung des Sorge- und Umgangsrechts

Die unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjährigen

Die Begleitung Sterbender

Handlungen zur Versorgung von Tieren

Ähnlich gewichtige und unabweisbare Gründe (Quelle: 11. BayIfSMV)

Grund- und Förderschüler sowie Abschlussklassen der Mittelschulen in Nürnberg sollten eigentlich ab Montag wieder in der Schule unterrichtet werden, wie nordbayern.de berichtet. Allerdings müssen zumindest die Grundschulen nach nur einem Tag wieder nach Hause in den Distanzunterricht. In Kitas und Horten gilt wieder die Notbetreuung. Eine gute Nachricht gibt es dann aber doch: „Für Lehrer sowie Schüler der Abschlussklassen sollen bald umfangreiche Reihentestungen zur Verfügung stehen, die den Schulalltag erleichtern sollen“, wird Nürnbergs Schulreferentin Cornelia Trinkl zitiert.

Aktuell werden in Nürnberg, nach Informartionen der Stadt vom 22. Februar, 106 Covid-19-Patienten auf Normalstationen behandelt, 32 auf Intensivstationen. Am Montag wurden 709 Personen gegen das Coronavirus geimpft. Damit sind seit Ende Dezember insgesamt 34.135 Nürnberger geimpft. Für 10.614 Menschen ist der schlimmste Teil der Pandemie vorbei, sie haben bereits zwei Impfungen erhalten. Wie nordbayern.de weiter berichtet sind in Nürnberg 22 Prozent der Neuinfektionen auf die britische Mutation B.1.1.7 zurückzuführen. In der Nachbarstadt Fürth liegt dieser Wert zwischen 20 und 33 Prozent. (ma) Alle Nachrichten aus Nürnberg und der Region finden Sie in unserem Nürnberg-Ressort.

Rubriklistenbild: Daniel Karmann/dpa

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