Körperschmuggel auf Vormarsch

Crystal Meth: Immer mehr Münchner nehmen die Droge

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Ein Polizeibeamter spricht in Selb während einer Kontrolle mit dem Fahrer eines PKW. Die Aktion der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) fand unweit der deutsch-tschechischen Grenze statt.

Selb - Die gefährliche Droge Crystal ist nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Bayern weiter auf dem Vormarsch - nicht länger nur in den Grenzgebieten zu Tschechien.

Auch Landesinneren und vor allem in Nürnberg und München greife die Polizei zunehmend Händler und Konsumenten auf, sagte Herrmann am Freitag im oberfränkischen Selb. 18 Menschen seien im vergangenen Jahr in Bayern durch Crystal gestorben. Mehr als 36 Kilogramm Crystal seien sichergestellt worden, fünfmal so viel wie 2010.

Vor allem der gefährliche sogenannte Körperschmuggel nehme zu, sagte der oberfränkische Polizeipräsident Reinhard Kunkel. Erst vor kurzem habe es einen Todesfall in Schirnding gegeben: Ein 24-jähriger Mann habe Drogenpäckchen geschluckt, die sich dann in seinem Magen öffneten. Herrmann drang auf mehr Prävention und noch intensivere Fahndung. Die Polizei in Tschechien und Bayern wolle in diesem Jahr 230 gemeinsame Streifen und Razzien organisieren. Polen sei nun besonders gefordert, denn von dort bezögen die tschechischen Drogenproduzenten ihre Grundstoffe. In Tschechien seien diese Stoffe in den Apotheken bereits verboten.

dpa

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