Vier Jahre Haft!

Darum muss der Prinz so lange in den Knast

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Marcus von Anhalt: Er kam vergleichsweise schlecht weg.

Augsburg - Kopfschüttelnd nahm der Rotlicht-König sein Urteil auf: Vier Jahre Haft wegen Hinterziehung von 800 000 Euro Steuern! Das Plädoyer für einen Freispruch von Puff-Prinz Marcus von Anhalt (48) verpuffte vor dem Landgericht Augsburg ungehört.

Um 19.11 Uhr schloss Richter Wolfgang Natale am Freitag die Verhandlung. Er hielt dem einstigen Metzger vor, drei Porsche, einen Ferrari, einen Mercedes McLaren und einen Maybach ausschließlich privat genutzt, aber als Betriebsausgaben seiner Unternehmen von der Steuer abgesetzt zu haben. „Er ist jemand, der sich darstellen möchte“, sagte Richter Natale. „Doch das ist in erster Linie privat veranlasst, nicht betrieblich.“

Aufgrund seiner Vorstrafen kam für das Gericht keine Bewährung mehr in Frage. „Wir haben deutlich schulderschwerende Gesichtspunkte“, so der Richter in seiner Urteilsbegründung. So habe Prinz Marcus schon einmal versucht, Steuern zu hinterziehen und habe zur Tatzeit unter Bewährung gestanden. Zum Verhängnis wurde von Anhalt wohl auch sein Buch „Lebenslänglich Lude“, aus dem das Gericht vorgelesen hatte. Dort schrieb er 2003: „Steuern zu zahlen kam für mich überhaupt nie infrage.“

tz

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