Drei besondere Menschen ausgezeichnet

Das sind Bayerns Tierschutz-Helden

München - Das Umweltministerium hat drei besondere Menschen ausgezeichnet, die sich für Tiere engagieren. Die tz stellt die diesjährigen Preisträger persönlich vor – frei nach dem Motto: Ehre, wem Ehre gebührt.

Gleich vorweg: Es gibt tausende Bayern, die sich jeden Tag liebevoll um ihre tierischen Mitlebewesen kümmern. Menschen, die sofort helfen, wenn irgendwo ein Vierbeiner, ein Vogel oder ein anderes Viecherl in Not geraten ist. Symbolisch für all’ diese zeichnet das Bayerische Umweltministerium jedes Jahr drei Helfer aus, die sich bei ihrer Tierliebe besonders innovativ und herzlich gezeigt haben.

Immerhin: Der ehrenvolle Preis ist auch mit 10 000 Euro dotiert und wurde heuer vom Amtschef des Umweltministeriums, Dr. Christian Barth, überreicht. Die tz stellt die diesjährigen Preisträger persönlich vor – frei nach dem Motto: Ehre, wem Ehre gebührt.

Die Wildtier-Helfer

Alles begann mit einem Spatz, der gegen die Fensterscheibe knallte. Das verletzte Tierchen tat Martina Oblinger aus Neuburg an der Donau so leid, dass sie das Viecherl liebevoll wieder hochpäppelte. Und plötzlich war mit Freunden eine Idee geboren: Man könnte doch immer verletzte und hilflose Wildtiere aufnehmen, pflegen und wieder auswildern! Der Verein Tierhilfe Jonathan e.V. war geboren.

2009 war das. Mittlerweile hat der Verein vier private Pflegestellen für Tiere. Egal, ob Vögel oder Hasen – hier wird Tieren in Not sofort geholfen. „Das macht uns allen einfach sehr viel Freude“, sagt Mitarbeiter Michael Wittmann gegenüber der tz. Was die Jury des Ministeriums besonders beeindruckte: Der Verein hält auch Vorträge an Schulen zum Thema Tierschutz. Ehrenamtlich, versteht sich.

Die Papageien-Pflegerin aus der Oberpfalz

Was als einfache Tierliebe begann, ist heute ein riesiges Projekt: Karin Poser aus Hohenfels (Kreis Neumarkt/Oberpfalz) kümmert sich um kranke oder aufgefundene Papageien, Sittiche und Kakadus, vermittelt Vögel und gibt Tipps. Bezahlt wird das alles aus eigener Tasche – „aus Liebe zu den Tieren.“

Vor fünf Jahren entschloss sich die 52-Jährige, einen Papagei zu kaufen. Irgendwann kam noch einer dazu und noch einer – bis Tierschutzvereine bei ihr anriefen, wenn sie einen Vogel fanden. Mittlerweile hat sich Karin Poser zur Expertin gemausert und ihr Haus extra umgebaut. Momentan leben 20 Tiere bei ihr und Ehemann Jens. Über den Preis freuen sich Karin Poser und ihr Mann sehr: „Wir haben damit nicht gerechnet, das ist so toll.“ Und was passiert mit dem Geld? „Wir bauen ein neues Papageienhaus, um noch mehr Tiere aufnehmen zu können.“

Die Freundin der Katzen

Miau! Schüchtern maunzt eine Katze, langsam kommt sie auf Lydia Miech zu. „Wieder eine gefunden“, sagt die 63-jährige Puchheimerin.

Lydia Miech ist die gute Seele der Katzen. Seit über 20 Jahren kümmert sich die Rentnerin um Fundkatzen im Großraum München. Immer, wenn ein herrenloser Stubentiger gefunden wird, klingelt das Telefon der Tierfreundin. Dann stiefelt Lydia Miech los und kümmert sich um die Tiere. Für ihre Arbeit hat sie den Tierschutzpreis 2013 gewonnen. „Ich freue mich riesig“, sagt die Katzen-Freundin, die auch Kastrationsaktionen organisiert, um die ständige Vermehrung der herrenlosen Katzen einzudämmen. Der Grund für ihr Engagement: „Ich liebe einfach Katzen.“

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