In Wunsiedel

Demonstration gegen Aufmarsch von Rechtsextremisten

+
Demonstranten gegen Rechtsextremismus halten das Banner "kein Mensch ist illegal" in den Händen.

Wunsiedel - Wieder gingen im oberfränkischen Wunsiedel Rechtsextremisten auf die Straße. Rund 500 Menschen stellten sich dagegen und zeigten Flagge gegen Rechts.

Rund 500 Menschen haben am Samstag in Wunsiedel in Oberfranken gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten protestiert. Zwischen beiden Gruppen kam es zu keinen größeren Zwischenfällen, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Zahl der Rechtsextremisten bezifferte er auf mehr als 200.

Der Aufmarsch der Rechtsextremisten am Vorabend des Volkstrauertags hat in Wunsiedel seit Jahren Tradition. Wunsiedel stand jahrelang im Fokus von Neonazis, denn Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß (1894-1987) war hier begraben. Inzwischen ist das Grab zwar aufgelassen, doch Wunsiedel gilt immer noch als beliebter Ort für Aufmärsche der rechtsextremen Szene.

Im vergangenen Jahr hatte es Wunsiedel zu großer Aufmerksamkeit gebracht. Verschiedene Initiativen machten aus dem Neonazi-Aufmarsch kurzerhand einen Spendenlauf: Für jeden Meter, den die Rechtsextremisten in Wunsiedel zurücklegten, ging Geld an ein Aussteiger-Projekt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Allerheiligen 2017: Wie lange dauert das Tanzverbot in Bayern?
Allerheiligen 2017: Wie lange dauert das Tanzverbot in Bayern?
Reichsbürger-Prozess: Polizisten müssen Tod ihres Kollegen nachspielen
Reichsbürger-Prozess: Polizisten müssen Tod ihres Kollegen nachspielen
Nach Unfall mit Pferdekutsche nun auch Ehemann gestorben
Nach Unfall mit Pferdekutsche nun auch Ehemann gestorben
Trupps suchen weiter nach entlaufenen Wölfen im Bayerischen Wald
Trupps suchen weiter nach entlaufenen Wölfen im Bayerischen Wald

Kommentare