Zwei Männer verletzt

Einfamilienhaus geht in Flammen auf

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Beim Brand eines Einfamilienhauses in Denklingen ist ein Schaden in Höhe von rund 500 000 Euro entstanden.

Denklingen - Zwei Verletzte und eine halbe Million Euro Schaden: Das ist die Bilanz eines Feuers in Denklingen. Dort war in der Nacht zum Mittwoch ein Einfamilienhaus in Flammen aufgegangen.

Lichterloh gebrannt hat in der Nacht zu Mittwoch ein Einfamilienhaus „An den Linden“ in Denklingen. Während der Hauseigentümer vergebliche Löschversuche machte und leichte Verbrennungen am Rücken erlitt, riefen Nachbarn um 22 Uhr den Notruf. Schon auf dem Weg zur Brandstelle orderte Einsatzleiter Jürgen Waldhör von der Feuerwehr Denklingen Verstärkung von allen Seiten. „Uns war schnell klar, dass es ein schwieriger Einsatz werden wird“, sagt Denklingens Kommandant Herbert Negele. Als erste an Ort und Stelle sicherte die Denklinger Feuerwehr das Nachbarhaus. „Fenster waren bereits gesprungen. Es war eine Wahnsinns-Hitze“, sagt Negele. Gemeinsam mit den Wehren aus Epfach, Dienhausen, Asch, Leeder, Landsberg und Schongau bekämpften die Feuerwehrmänner dann den Brand. „Der Carport stand bereits vollends in Flammen. Wir wollten den Übergriff auf das Haus verhindern“, sagt Negele. Das sei allerdings nur bedingt gelungen.

Solar- und Photovoltaikanlage waren im Weg. Genauso die moderne Dämmung. „Wir sind weder von unten noch von oben an das Feuer und die Glutnester im Dachstuhl gekommen“, sagt Negele. Mit Motorsäge und Atemschutz bewaffnet, rissen die Feuerwehrmänner die Solarplatten vom Dach und machten den Weg frei. Erst als das Dach abgedeckt war, konnte vollständig gelöscht werden. Die Schongauer Feuerwehr sicherte unterdessen den brennenden Carport. „Drunter stand ein gasbetriebenes Auto“, schildert Berchtold die gefährliche Situation. Eine Explosion war erst ausgeschlossen, als sich das Sicherheitsventil der Gasflasche öffnete und eine große Stichflamme, die langsam erlosch, hervorging.

Dort im Carport sieht Schongaus Kommandant Werner Berchtold die Brandursache. Er schließt die Solarplatten auf dem Dach aus. „Als erstes brannte der Carport. Von dort aus wanderten die Flammen“, sagt er. Im Verdacht hat er den Wechselrichter der Stromanlage. „Dort, wo die Spannung umgewandelt wird, könnte es einen Kurzschluss gegeben haben“, sagt er. Brandermittler sind vor Ort. Obwohl es nicht im ganzen Haus brannte, geht Negele von einem„Totalschaden am Haus“ in Höhe von 500 000 Euro aus. Die gemeinde kümmert sich um eine Notunterkunft für die Familie.

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Bilder: Einfamilienhaus in Denklingen steht in Vollbrand

dpa

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