Die Kerzen sollten noch mal brennen

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Das Einfamilienhaus wurde bei dem Großfeuer komplett zerstört.

Puchheim - Noch ein letztes Mal sollte der Christbaum am Dreikönigstag im schönen Lichterglanz erstrahlen.

Doch der gemütliche Abend in dem Puchheimer Wohnzimmer endete in einem Feuer-Inferno: Eine brennende Wachskerze fiel in das Geäst, das sofort Feuer fing. Die schreckliche Bilanz: zwei Verletzte und ein völlig zerstörtes Einfamilienhaus. Der Schaden wird auf 250.000 Euro geschätzt.

Ingrid W., die 67-jährige Besitzerin des Hauses, versuchte noch, den brennenden Baum aus dem Haus zu tragen. Dabei zog sich die Puchheimer Künstlerin Verbrennungen an den Händen und im Gesicht zu. Die aus Niedersachsen stammende Schwester der 67-Jährigen, die zu Besuch in Puchheim war, erlitt Rauchvergiftungen. Der Sohn der Hausbesitzerin (40) blieb unverletzt.

Das Feuer verbreitete sich in rasender Geschwindigkeit. Als die Feuerwehren aus Puchheim Bahnhof, Gröbenzell und Germering mit insgesamt 100 Mann anrückten, stand bereits das ganze Erdgeschoss in Flammen. Die Feuerwehren öffneten das Dach und löschten das Feuer von oben. Doch da hatten die Flammen schon alles vernichtet. Nur das angrenzende Kunstatelier und der Carport mit einem untergestellten Fahrzeug blieben unversehrt.

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Wie ein Polizeisprecher erklärte, sei der Hausbesitzerin kein Vorwurf zu machen. Schließlich sei es nicht verboten, Kerzen am Weihnachtsbaum brennen zu lassen. Außerdem hätten die Bewohner des Hauses ja selbst versucht, das Feuer zu löschen. Die Polizei geht deshalb davon aus, dass keine fahrlässige Brandstiftung vorliegt.

Thomas Steinhardt

Quelle: tz

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