Mädchen (3) missbraucht und erschlagen?

Diesem Chiemseer (19) droht die Todesstrafe

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Vorwurf: Mord! Pascal K. aus Bernau am Chiemsee sitzt seit über zwei Wochen in einem US-Gefängnis.

München - Die dreijährige Charlie B. wird in Orlando/Florida missbraucht und erschlagen. Unter Verdacht steht ihr Stiefvater, der 19-jährige Pascal K. aus Bernau am Chiemsee.

Er war erst im August in die USA gezogen, um seine amerikanische Jugendliebe Emma L. zu heiraten. Eine Woche nach der Hochzeit war deren Tochter Charlie tot.

Der Fall ist mysteriös. Es gibt viele Berichte und viele Gerüchte. Wer tötete das kleine Mädchen wirklich? Und welche Rolle spielt der leibliche Vater des Mädchens, Michael B.? Fakt ist: Pascal K. sitzt seit über zwei Wochen in U-Haft. Ihm droht in dem US-Staat bei einer Verurteilung die Todesstrafe.

Es ist der 22. November, als Pascal K. in Orlando den Notruf wählt. Er gibt an, dass das Mädchen aus dem Bett gefallen sei und nicht mehr von alleine aufstehe. Als der Notarzt eintrifft, hat die Dreijährige nur noch einen schwachen Puls. Wenig später stirbt Charlie im Krankenhaus. Eine erste Obduktion ergibt: Sie wurde missbraucht und geschlagen. Eine weitere Untersuchung soll folgen. Sofort gerät Pascal K. ins Visier der Fahnder. Er war zum Zeitpunkt mit dem Kind alleine zu Hause, die Mutter war in der Arbeit. Der junge Mann wird wegen sexuellen Missbrauchs und Mordes angeklagt. Ihm droht bei einer Verurteilung die Giftspritze.

Welche Rolle spielt der leibliche Vater?

Pascal K. stammt aus dem oberbayerischen Bernau am Chiemsee. Emma L., die er eine Woche vor dem Vorfall geheiratet hat, lernte er bereits in Kindertagen kennen. Ihr Vater war in Bayern stationiert, später näherten sich die beiden übers Internet wieder an und verliebten sich. Im August wanderte der 19-Jährige zu ihr in die USA aus. Er kommt aus gutem Elternhaus. US-Medien spekulieren, womöglich habe er deswegen geglaubt, mit allem durchzukommen. Freunde und Familie jedoch glauben an die Unschuld des jungen Mannes. „Das muss ein Unglücksfall gewesen sein“, sagte Pascals Onkel gegenüber der Bild.

Schwere Vorwürfe erhebt Michael B., der leibliche Vater des getöteten Mädchens. Er habe seiner Ex-Freundin immer wieder gesagt, sie solle Charlie nicht mit Pascal allein lassen. „Du kennst ihn doch gar nicht und er ist ja auch noch sehr jung“, zitieren US-Medien den 34-Jährigen. Auch habe er seine Tochter mehrere Wochen nicht mehr sehen dürfen. Charlie habe ihm aber erzählt, sie werde von ihrem Stiefvater geschlagen.

Stimmen diese Vorwürfe? Der leibliche Vater Michael B. ist selbst kein unbeschriebenes Blatt: Zuletzt wurde er 2012 von der Polizei in Florida festgenommen – wegen häuslicher Gewalt. Dies wurde jedoch in den US-Medien bislang verschwiegen. Warum?

Pascals Familie will wissen, dass die Mutter Emma L. Angst vor ihrem Ex-Freund gehabt habe. Steckt womöglich ein Komplott gegen den Bernauer dahinter? In seiner Heimat will das niemand mehr ausschließen. Pascals Eltern sind jedenfalls nach Florida geflogen.

aw

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