Seine Arbeit war streng geheim

Dieser Bayer baute den Protz-Palast von Janukowitsch

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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.
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Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute am Protz-Palast für Viktor Janukowitsch mit.

Weiden/Kiew - Der gestürzte und geflohene Präsident der Ukraine, Viktor Janukowitsch, lebte im Luxus. Nun kommt heraus: Zum Teil ist sein Anwesen bayerische Wertarbeit!

Die Ukrainer wurden von dem Luxus, der sich ihnen auf dem verlassenem Anwesen ihres gestürzten und geflohenen Präsidenten Viktor Janukowitsch (63) bot, schier erschlagen: Vergoldete Wasserhähne, edle Holzverkleidungen, ein privater Golfplatz – und das alles in einem Land, in dem viele Menschen in Armut leben. Nun kommt heraus: Zum Teil ist das Anwesen bayerische Wertarbeit! Der Schreiner Jürgen Andresen (22) aus der Oberpfalz baute daran mit. Oben können Sie sich durch seine Privataufnahmen von dem Palast klicken.

Andresen arbeitete damals für eine Firma in Bayern, mittlerweile arbeitet er in der Schweiz. Der Schweizer Zeitung Blick zufolge war er zwischen Oktober 2010 und Februar 2011 an der Villa eingesetzt. Dass der Auftrag kein gewöhnlichter werden würde, war ihm schnell klar: „Wir wussten, für wen wir arbeiten, waren aber zur strikten Geheimhaltung verpflichtet“, sagte er dem Blatt.

Andresen war für die Türen zuständig. Für den Bauherren Janukowitsch spielte Geld offensichtlich keine Rolle. Andresen: „Sogar im Keller wurde nur das Feinste vom Feinen eingebaut.“ Die meisten Menschen nähmen im Keller nur Türen von der Stange, für Janukowitsch wurden sie eigens aus bestem Holz geschreinert.

Gesehen hat Andresen Janukowitsch nie, er habe während der Bauarbeiten in einem anderen Gebäude auf dem Gelände gewohnt. Dafür habe er ihn gehört: „Am Morgen sahen wir Janukowitschs Helikopter starten, der ihn zur Arbeit flog.“

Auch sonst machte der Präsident viel Aufhebens um seine Person. Immer wieder überprüfte er den Baufortschritt. „Dann mussten wir alles räumen. Sogar die Gerüste wurden abgebaut, damit er freie Sicht hat.“ Die Arbeiter mussten dann außer Sichtweite bleiben, um ihn nicht zu stören.

Der Unterschied zwischen der Armut vieler Ukrainer und dem Reichtum des Präsidenten fiel Andresen auf, Er habe sich gefragt, ob das noch lange gut gehen könnte. Andresen sagte der Blick, dass die ukrainischen Arbeiter viel härter arbeiten mussten als die Deutschen. „Fensterscheiben und Decken wurden von Hand bemalt, Aber sie bekamen fast kein Geld dafür. Uns hingegen ging es richtig gut.“

Inmitten des Luxus schmiedete Janukowitsch Pläne gegen die Demonstranten: Journalisten fanden auf dem Anwesen Dokumente. Demnach plante der Präsident, 22 000 Polizisten einzusetzen. Sie hätten den Maidan-Platz umstellen und auf die Menschen schießen sollen. Das ukrainische Parlament will Janukowitsch vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anklagen lassen. Eine entsprechende Resolution nahm das Parlament am Dienstag ohne Gegenstimmen an. Janukowitsch habe Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, so die Abgeordneten.

tz

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