Bub braucht 24-Stunden-Überwachung

Mutter sucht verzweifelt Pfleger für schwerkrankes Baby Finn: „Die Politik muss endlich aufwachen!“

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Baby Finn aus Dillingen an der Donau muss 24 Stunden am Tag überwacht werden. Unterstützen Sie seine Familie bei der Suche nach einem Pflegerteam!

Das schwerkranke Baby Finn darf endlich das Augsburger Krankenhaus verlassen und nach Hause. Aber seine Eltern finden keine Pfleger für die 24-Stunden-Überwachung. Unterstützen Sie die Familie aus Dillingen an der Donau!

Dillingen an der Donau - Der fünfeinhalb Monate alte Finn weiß nicht, wie sein Zuhause in Dillingen an der Donau aussieht. Er kennt nur sein Intensivzimmer im Zentralklinikum Augsburg. Jeden Tag sitzt seine Mama an seinem Bett und wünscht sich so sehr, dass sie und ihr Ehemann ihr Baby endlich mit nach Hause nehmen können. Die Ärzte erlauben es, doch die Eltern finden keine Pfleger, die ihren schwerkranken Sohn daheim betreuen. Weil Finn mit einer zu kleinen Lunge auf die Welt gekommen ist und 24 Stunden am Tag eine Beatmungsmaschine braucht, müssten ihn Pfleger rund um die Uhr überwachen. Die Krankenkasse hat Finns Mutter eine Liste mit ambulanten Pflegediensten in der Nähe geschickt – Nicole hat sie alle mindestens einmal abtelefoniert. Doch sie hört seit zweieinhalb Monaten immer die gleiche Antwort: zu wenig Personal, um ein Team von mindestens zehn Teilzeit-/Vollzeit-Fachkräften abwechselnd in Schichten bei Ihnen arbeiten zu lassen. Tut uns leid. 

Finn weiß nicht, wie sein Zuhause in Dillingen an der Donau aussieht. Er kennt nur sein Intensivzimmer im Zentralklinikum Augsburg.

Nicole gibt nicht auf, sucht selbst nach Pflegern, hat sogar ihre Handynummer veröffentlicht. „Ohne die Unterstützung meiner Freunde, die meine Nachrichten verbreiten und mit mir zusammen suchen, würde ich das nicht schaffen. Es ist eine wahnsinnige seelische, psychische Belastung“, sagt sie im Gespräch mit unserer Onlineredaktion. Doch sie klingt stark und kein bisschen wie eine Frau, die an dem Schicksal ihres Kindes zerbricht. „Ich möchte nicht nur Finns Geschichte erzählen, sondern stellvertretend für alle Mamis sprechen, die ihre Kinder wegen Pflegemangels nicht nach Hause holen können.“ 

Ein Kinderpflegedienst macht Finns Mutter Nicole jetzt Hoffnung

Nach Angaben des Bundesverbandes Häusliche Kinderkrankenpflege haben sich von den 12.745 in Deutschland zugelassenen ambulanten Pflegediensten nur 160 auf die häusliche Kinderkrankenpflege spezialisiert. „Wie soll das funktionieren?“, fragt Nicole und ist überzeugt, dass die Situation für schwerkranke Kinder in Deutschland „immer gefährlicher“ wird. „Die Politik muss endlich aufwachen!“, fordert die 38-Jährige und zitiert eine Pflegekraft: „Solange ein Pfleger, der ein Menschenleben in den Händen hält, das gleiche verdient wie jemand, der einen Besen hält, geht die Tragödie weiter.“ Der Kinderpflegedienst Agapeo macht Nicole jetzt Hoffnung. Agapeo hat auf Facebook Stellen für ein neues Team ausgeschrieben, damit Finn spätestens an Weihnachten nach Hause kann. 

Finn ist Nicoles einziges Kind. Da sie 38 Jahre alt ist, wurde sie damals als Risikoschwangere eingeschätzt. „Ich war bei ganz vielen Ärzten, habe alle Tests machen lassen, es war immer alles okay“, sagt Nicole. Doch als Finn nach seiner Geburt am 30. Mai zum ersten Mal atmete, kollabierte seine stark verkleinerte Lunge. Ärzte diagnostizierten eine Lungenhypoplasie auf beiden Seiten mit pulmonalem Hochdruck, das bedeutet: Die Lunge ist unterentwickelt und im Lungenkreislauf herrscht ein chronisch erhöhter Blutdruck. „Hätte ich woanders entbunden, hätte mein Sohn nicht überlebt“, weiß die Mama – denn nicht überall hätte ihr Sohn schnell versorgt werden können.

Sie können der Familie helfen? Kontaktieren Sie Nicole über die E-Mail-Adresse mellon13@gmx.de oder wenden Sie sich direkt an den Ambulanten Kinderpflegedienst Agapeo, der bereit wäre, Finn zu betreuen, sofern sich genügend Pfleger finden lassen: info@agapeo.de.

Unterstützen Sie Finn und seine Eltern bei der Suche nach Pflegern daheim, indem Sie die Nachricht verbreiten!

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  • Für Dominik und Uschi Panzer waren die Wochen vor der Geburt ihres Sohnes eine bange Zeit. Denn wegen Nierenproblemen gaben Ärzte dem Ungeborenen keine Überlebenschance. Doch am Ende wird alles gut. Die glücklichen Eltern sagen: „Unser Paul ist ein Wunder.“ Lesen Sie die ganze Geschichte über den kleinen Paul

sah

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