Nach Leichenfund im Wald

58-Jähriger gesteht: Geldnot als Motiv für Doppelmord

Das Ferienhaus des Ehepaares.

Rosenheim - Vier Tage war das Rentnerehepaar vermisst. Dann hat die Polizei ihre Leichen in einem Waldstück gefunden. Den Fundort nannte ihnen der 58-jährige Tatverdächtige. Und er packt weiter aus.

Seit Donnerstag sitzt der 58-Jährige aus dem südlichen Kreis Rosenheim in Untersuchungshaft. Die Polizei verdächtigt ihn, das Rentnerehepaar Renate R. (65) und Sportarzt Hans R. (90) brutal ermordet und die Leichen in einem Waldstück versteckt zu haben.

Bei der Obduktion der Toten am vergangenen Samstag wurde festgestellt, dass die 65-jährige Frau durch eine massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf und der 90-jährige Mann durch eine massive Gewalteinwirkung gegen den Oberkörper zu Tode gekommen waren. Auf welche Weise die beiden Senioren genau ermordet wurden, will die Polizei noch nicht bekanntgeben.

Dafür plaudert der Tatverdächtige: Er hat gestanden. Wie genau er die beiden in Rosenheim hoch angesehenen Eheleute umgebracht hat, will auch er nicht verraten. Dafür hat der 58-Jährige bei einer Vernehmung am Montag, 16. Juni, die Ablageorte von Beweismitteln und Tatwerkzeugen beschrieben.

Unklar ist auch die Rolle eines 36-Jährigen, der mit der Bankkarte der Opfer Geld abgehoben hatte. Mit der Bluttat habe dieser Mann aber nichts zu tun, berichtete die Polizei. Bei der Obduktion der Leichen sei festgestellt worden, dass die Frau durch eine Kopfverletzung gestorben sei. Bei ihrem Mann seien tödliche Verletzungen am Oberkörper gefunden worden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei von massiven Geldnöten als Tatmotiv aus. Allerdings seien, die Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen, so Polizeisprecher Stefan Sonntag.

kmm

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Bilder der Tatorte in Aschau

Ehepaar in Rosenheim umgebracht 

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