Einwohner versorgen sich mit Töpfen, Eimern und Gießkannen

Bei Gluthitze: Dorf steht ohne Wasser da

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Die Seeshaupter müssen sich ihr Wasser am Milchlaster holen.

Seeshaupt - Die Seeshaupter saßen einen Tag lang auf dem Trockenen, es gab kein Trinkwasser. Und das bei dieser Hitze. Inzwischen fließt in den Leitungen wieder Wasser - allerdings noch etwas spärlich.

Am Mittwoch Stromausfall, am Donnerstag kein Trinkwasser: Die Pumpe am Wasserwerk hat den einstündigen Stromausfall (Ursache unbekannt) am Mittwoch nicht überstanden, auch eine Ersatzpumpe gab bald ihren Geist auf. Schon am Donnerstagmorgen zeichnete sich ab, dass es eng wird mit Seeshaupts Trinkwasser: Die Seeshaupter Feuerwehr bat um 10 Uhr die Bevölkerung über Lautsprecher, ihre Gärten nicht mit Trinkwasser zu gießen. Schon bald tröpfelte es nur noch aus den Hähnen.

Über Sirenen, Rundfunk und Lautsprecher wurde dann um 18 Uhr bekanntgegeben, dass man sich am Feuerwehrplatz Wasser holen könne. Milchfahrer Markus Waibel aus Magnetsried hat seinen Tankzug mit 30 000 Litern Iffeldorfer Wasser füllen lassen. Die Seeshaupter kamen mit Gieskannen, Eimern und sogar Kochtöpfen.

Am Freitag fließt das Wasser wieder, wenn auch spärlich. Das Trinkwasser kommt aus der Magnetsrieder Quelle.

Bürgermeister Michael Bernwieser war stolz auf die Feuerwehr, die die Situation mit Bravour und sehr souverän gemeistert hat.

rf

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