Er half Rettern nicht

Dramatische Suche nach ver(w)irrtem Wanderer

Scharnitz - Ein Mann ist in den Alpen abgestürzt und hat einen großen Sucheinsatz ausgelöst. Die Retter konnten ihn zunächst nicht finden - doch er sah sie. Auf sich aufmerksam machte der Mann aber nicht. Aus einem bestimmten Grund.

Ein offenbar verwirrter Bergwanderer beschäftigte österreichische und bayerische Retter. Er setzte am Dienstagabend einen Notruf ab, er habe sich verstiegen, sei verletzt. Den Standort konnte er nicht exakt angeben, er befinde sich im Bereich Scharnitz.

Die Tiroler Bergrettung startete die Suche mit dem Hubschrauber, musste aber in der Nacht erfolglos abbrechen. Am Mittwoch wurde der Einsatz auf bayerisches Gebiet ausgeweitet. Kräfte der Bergwacht Mittenwald und Krün, der Alpinpolizei und der Polizeihubschrauber suchten nach dem Vermissten.

Gegen 10.30 Uhr wurde er im Bereich der Arnspitze auf 1750 Metern Höhe entdeckt. Sein körperlicher Zustand war sehr schlecht – stark unterkühlt, am ganzen Körper Abschürfungen. Der Mann war wohl mehrmals abgestürzt. Er wollte den Rettern bislang nicht seinen Namen sagen. In der Nacht habe er sogar die Rettungskräfte gesehen, antwortete aber auf deren Rufe nicht, da er grundsätzlich nicht auf Ansprechen reagiere.

Auch in den Berchtesgadener Alpen war es zu einem Rettungseinsatz gekommen: Am Montag waren dort Flüchtlinge in Bergnot geraten.

MC

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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