Geldstrafe nach Ausraster

Dreiecksverhältnis im Pferdestall – Schlägerei

Mainburg - Weil ein Pferdewirt dachte, dass ein Student seiner Freundin wie ein Stalker nachstellte, vermöbelte er ihn brutal. Was er nicht ahnte: Der Student und seine Freundin führten klammheimlich eine Beziehung!

Die massive Abreibung kommt den Pferdewirt (36) aus Mainburg nun teuer zu stehen: 6000 Euro Geldstrafe, dazu kommt ein Schmerzensgeld für den Studenten (26) aus dem Raum Freising.

Doch warum rastete der Pferdewirt so aus? Seine Freundin aus Freising war vergangenes Jahr bei einem Turnier von zwei Männern bedroht und fast vergewaltigt worden. Die Täter flohen. Als sie wenige Tage später in einer Reithalle trainierte, waren ihr 36-jähriger Freund und andere Zuschauer dabei. Plötzlich galoppierte die Frau mit ihrem Pferd wie in Panik aus der Halle, sie hatte aber nur die Sporen zu stark eingesetzt. Ihr Freund vermutete jedoch, dass sie einen der Fast-Vergewaltiger unter den Zuschauern entdeckt hatte.

Kurzerhand marschierte er auf den Studenten zu und verpasste ihm Faustschläge. Der Student konnte sich befreien und mit Verletzungen flüchten. Später stellte sich heraus: Er war der Frau nicht unbekannt. Auch ihm hatte die Reiterin schöne Augen gemacht. Vor dem Gericht gab der Pferdewirt nun die Schläge zu und entschuldigte sich für seinen „fatalen“ Irrtum.

ws

Rubriklistenbild: © dpa

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