Feuerwehrkommandant im Interview

Video: Großbrand auf Habacher Bauernhof

Großeinsatz im Habacher Ortsteil Dürnhausen: Die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei rückten zu einem Bauernhof an. Im Video spricht der Kreisbrandinspektor über den Einsatz.

Habach/Dürnhausen - Um 14.59 Uhr ging am Sonntag bei der Integrierten Rettungsleitstelle Weilheim und im Polizeipräsidium Süd in Rosenheim der Alarm ein: Ein landwirtschaftliches Anwesen am Berghofweg im Habacher Ortsteil Dürnhausen brennt. Aus gleich drei Landkreisen – unter anderem aus Habach, Dürnhausen, Penzberg, Sindelsdorf, Bichl, Murnau und Spatzenhausen – rückten die Helfer an. 

Der schöne Bauernhof in Habach-Dürnhausen ist in dichte Rauchschwaden gehüllt.

Zwölf Wehren und rund 200 Kräfte, schätzte Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler in einer ersten Bilanz, waren im Einsatz. Dazu noch Rotes Kreuz samt Notarzt, der Katastrophenschutz des Landkreises und die „Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzdienste“. Auch eine Atemschutzsammelstelle wurde eigens eingerichtet – ohne Schutzausrüstung konnten die Helfer bei dem starken Rauch kaum arbeiten. Den Helfern bot sich ein schlimmes Bild. Der hintere Bereich des älteren Bauernhofs stand in Vollbrand. Glühende Heuballen stürzten zu Boden, die hölzerne Dachkonstruktion krachte zusammen. 

Fotostrecke: Bauernhof steht in Flammen.

Nach ersten Aussagen war kein Vieh in dem Stall, in der Nachbarschaft steht ein neues Stallgebäude. Schnell hatten die Feuerwehren die Wasserversorgung sichergestellt. Mit Strahlrohren versuchten die Helfer sowohl die Flammen zu löschen als auch eine Ausbreitung des Feuers auf den Wohnteil zu verhindern. Zudem wurden an der Rückseite des Gebäudes spezielle Wasserwand-Sprüher aufgestellt, die einen Funkenflug hinüber zu den Wirtschaftsgebäuden verhindern sollten. Doch aller Einsatz half nichts: Gegen 16 Uhr schlugen Flammen aus dem Dachgeschoss des Wohnbereichs. „Das Feuer war dermaßen schnell und hat sich ausgebreitet“, beschrieb Kreisbrandinspektor Kappendobler die Situation. Um zusätzlich zu den Hydranten und Tankbehältern der Fahrzeuge weiteres Löschwasser zu haben, fuhren einige Landwirte mit Bulldogs ihre Odelfässer vor – gefüllt mit dringend benötigtem Wasser. Dieses wurde in einem extra aufgebauten Behälter aus Planen gesammelt und mit Pumpen an die Verteilerstationen geleitet

Dichte Rauchschaden umhüllen den Bauernhof bei Dürnhausen, wie dieses Handyvideo zeigt.

(Quelle Video: Andreas Baar)

Gegen 17.30 Uhr hatten die Feuerwehren laut Kappendobler den Brand immerhin unter Kontrolle. „Feuer aus“ konnte er aber noch nicht melden. Vor allem die Bergung und das Ablöschen des brennenden Heus gestaltete sich schwierig. Warum das Feuer in dem landwirtschaftlichen Anwesen ausbrach, war gestern unklar. Die Kripo Weilheim hatte umgehend die Ermittlungen aufgenommen, Auch wie hoch der Schaden ist, war nicht bekannt. Allerdings ist neben dem Stallbereich auch das Dachgeschoss des Wohnteils ausgebrannt, teilte Kappendobler mit.

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