Ehedrama in Neumarkt-St. Veit

Tatmotiv: Eifersucht!

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er Ehemann hat nach Polizeiangaben gestanden, seine Frau in der gemeinsamen Wohnung in Neumarkt-Sankt Veit umgebracht zu haben.

Neumarkt Sankt Veit - Diese Tat schockt Bayern: Wilhelm E. brachte seine Frau um und fuhr dann mit ihr zur Polizei. Laut Kripo soll Eifersucht eine Rolle gespielt haben.

Es war ein Nachbar, der am Sonntagmorgen etwas in Neumarkt Sankt Veit (Kreis Mühldorf) beobachtete, was ihm irgendwie seltsam vorkam: Der Hausmeister Wilhelm E, (52) von nebenan packte etwas in den Kofferraum seines älteren 5er BMW, etwas, das der Nachbar nicht richtig zu erkennen vermochte. Wenig später fuhr Wilhelm E. vom Haus weg – direkt zur Polizei nach Mühldorf: Denn im Kofferraum befand sich die Leiche einer Frau, Wilhelms Frau.

Die Tat schockt die Region und lässt viele ratlos und traurig zurück, vor allem natürlich die drei jugendlichen Kinder des Ehepaars. Warum nur brachte Wilhelm E., der gestern nach einem Termin beim Haftrichter wegen Verdachts des Totschlags in U-Haft genommen wurde, die zierliche Esther (39) um? Fakt ist: Zwischen den beiden kriselte es schon seit geraumer Zeit, Esther trug sich sogar mit Trennungsabsichten. Der Streit eskalierte am Samstag, als sich keines der Kinder in dem in die Jahre gekommenen Zweiparteienhaus aufhielt. Laut Kripo soll Eifersucht bei dem Streit eine Rolle gespielt haben. Esther, die als Immobilien-Maklerin arbeitete, wollte ihren Mann wohl endgültig verlassen.

Ehedrama in Neumarkt-St. Veit: Bilder vom Tatort

Ehedrama in Neumarkt-St. Veit: Bilder vom Tatort

Während der Auseinandersetzung würgte der 13 Jahre ältere Wilhelm E. seine Ehefrau solange, bis sie tot war. Die Obduktion, die gestern stattfand, spricht von „Gewalteinwirkung gegen den Hals“. Die Nacht über ließ er die Leiche in einem Raum, am Morgen entschloss er sich dazu, sich zu stellen. Er trug seine Frau zum Auto, legte ihren Körper in den Kofferraum und fuhr mit der schrecklichen Fracht die 18 Kilometer bis zur Polizeiinspektion Mühldorf. Dort berichtete er den Beamten: „Ich habe meine Frau umgebracht, sie liegt im Auto.“ Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Die drei Kinder (12, 16, 19) des Ehepaares werden zurzeit seelisch betreut. Auch das Jugendamt ist eingeschaltet. Momentan wohnen die Jugendlichen bei Verwandten.

MC

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