Gemeinderat muss entscheiden

Eibsee: Zoff um die Inselhochzeiten

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Jawort mit Panorama: Dieses Paar hat es noch geschafft, sich auf dem Eibsee trauen zulassen.

Grainau - Mit einer weniger romantischen Angelegenheit musste sich laut Tagesordnung gestern Abend der Gemeinderat von Grainau beschäftigen. Es sollte darüber befunden werden, ob die beliebten Trauungen auf der privaten Maximiliansinsel im Eibsee noch vom Standesamt durchgeführt werden.

„Die großen Gefühle lassen uns nicht kalt“, sagte im Vorfeld zwar Bürgermeister Stephan Märkl (CSU), doch jene heißblütigen Emotionen stehen im krassen Gegensatz zu den kalten Zahlen. Kosten und Aufwand für die Trauungen seien auf der Insel mindestens dreimal so hoch. Mindestens zwei Stunden sei der Standesbeamte beispielsweise dabei unterwegs. Doch wo Aufwand, da auch Nutzen; Paare feiern in Grainau mit ihren Gästen, die erlaubten 25 Trauungen auf der Insel pro Jahr würden etwa immer gebucht. Natürlich ist das ein gutes Geschäft für Marc Rieppel, der das Eibsee-Hotel betreibt und damit auch die Inselzeremonien anbietet. Doch auch das Drumrum – Fotografen, Friseure, Floristen – profitiert. Doch wie immer sich der Gemeinderat entscheidet, im BR legte sich Bürgermeister Märkl so fest: „Die Gemeinde muss sich grundsätzlich die Frage stellen, ob man auf einem privaten See und auf einer privaten Insel standesamtliche Trauungen abhalten soll.“

tz

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