Unfallursache bleibt rätselhaft

Eichenauer "Geisterbus": Polizei ermittelt gegen Fahrer

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Eichenau – Die Bergung des Linienbusses, der am Mittwochnachmittag am Eichenauer Bahnhof in einen Stützpfosten gekracht war, erwies sich als äußerst aufwändig. Wie es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte, bleibt weiter rätselhaft.

Die Polizei ermittelt gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung. Der Sachschaden wird auf 85 000 Euro geschätzt.

Der Bus hatte einen Randstein überrollt, ein Wahlplakat und einen stummen Zeitungsverkäufer umgemäht sowie eine Straßenlaterne unter sich begraben, bevor der Stützpfosten ihn stoppte. Die Laterne hatte sich dabei so mit der Karosserie verkeilt, dass Spezialwerkzeug und ein Spezialkran nötig waren, um sie zu trennen. Der Strom musste abgesperrt werden.

Zwei Stunden arbeiteten die Aktiven von der Feuerwehr Eichenau, Techniker von Eon und die Besatzung des Spezialkrans. Teile des Laternenpfostens mussten abgesägt werden. Erst danach kam der Bus mit Hilfe von Hebekissen frei.

Am Mittwoch hatte der Bus um 15.30 Uhr an der Haltestelle Bahnhof Fahrgäste aus- und einsteigen lassen. Dabei setzte er sich plötzlich in Bewegung. Einer Mutter, die gerade ausstieg, kippte durch die Erschütterung der Kinderwagen um. Ihr Kind (18 Monate) wurde leicht verletzt.

Widersprüchliche Aussagen gibt es dazu, ob der Busfahrer (47) zum Unfallzeitpunkt hinterm Steuer saß. Einige Zeugen sagen ja, andere nein. Ein Gutachter soll nun klären, ob der Wagen einen technischen Defekt hatte.

Denn normalerweise arretiert sich bei Linienbussen automatisch eine Feststellbremse, sobald die Türen geöffnet werden. „Damit der Bus eben nicht losrollen kann, wenn Senioren oder Mütter aussteigen“, erklärt Josef Petzenhauser, Leiter der Polizeiinspektion Olching. Ein Bremsdefekt würde jedoch nicht erklären, warum der Bus in solcher Geschwindigkeit losrollte. „Das ist schon komisch.“

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