Aus Eifersucht: Mann (24) wollte Freundin mit Stromfalle töten

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Der Angeklagte hat gestanden.

München/Holzkirchen - Ein 24 Jahre alter Angeklagter hat am Dienstag vor dem Münchner Schwurgericht gestanden, im Februar 2009 seine Freundin in eine Stromfalle gelockt zu haben.

Seine Freundin Karin (24) ging ohne ihn zu einem Faschingsball. Das machte Hasan D. (24) fuchsteufelswild: Er sann auf Rache, die für Karin hätte tödlich enden können: Er setzte die Türklinke ihrer Wohnung in Holzkirchen unter Strom! Jetzt muss sich der Täter wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München II verantworten.

Rasend vor Eifersucht drang er in der Nacht zum 8. Februar 2009 mit einem Zweitschlüssel in ihre Wohnung ein. Er richtete ordentlich Sachschaden an. Mit silberfarbenem Lackspray sprühte er die Initialen „CA“ an die Wand um die Tat Cenk A., Karins Ex-Freund, in die Schuhe schieben. Bevor er die Wohnung verließ, hängte er ein abisoliertes Kabel an die Innenseite der Türklinke, steckte dieses in die Steckdose. Da er die Klinke nicht anfassen konnte, gelang es ihm nicht, die Tür komplett zu schließen. Als Karin S. gegen 4.20 Uhr heim kam, schob sie die Tür einfach auf, ohne die Klinke anzufassen. Ihr Glück!

Nun entdeckte sie das Chaos und alarmierte die Polizei. Mit Hasan, der kein Sterbenswörtchen über die Tat verlor, war sie noch wochenlang zusammen, ehe dieser am 12. März verhaftet wurde. Vor Gericht legte der Angeklagte ein volles Geständnis ab. Er habe seiner Freundin einen Denkzettel verpassen wollen. Karin hat ihm verziehen. Sie liebe ihn noch, sagte sie der tz. Der Prozess wird fortgesetzt.

Eberhard Unfried

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