Schülerin erpresst

iPhone verloren: Finder fordert Nacktfotos und postet Schweinereien

Aschaffenburg - Erst verliert eine Jugendliche ihr Smartphone, dann wird sie erpresst: Der "ehrliche" Finder fordert Nackfotos und postet Schweinereien. 

Es ist das Horror-Szenario jedes Smartphone-Nutzers: Das Handy, auf dem alle Daten frei zugänglich sind, geht verloren. Facebook, Mails, Whatsapps, SMS, Kontakte - alles ist plötzlich frei zugänglich, von Privatsphäre keine Spur. Genau das passierte einer Schülerin aus Aschaffenburg, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Am Dienstagmorgen vergangene Woche (5. November) verlor die Jugendliche ihr iPhone im Bus von Großostheim nach Aschaffenburg. Mit der Buslinie 55 war sie auf dem Weg zur Schule. Kurz nach der Haltestelle "Neues Rathaus" war das Handy verschwunden.

Als sich wenige Stunden später der Finder über Facebook meldete, ging der Albtraum erst richtig los: Laut Polizei verlangte der Unbekannte von der Schülerin, ihm anzügliche Bilder zu schicken, wenn sie ihr Handy wieder haben wolle. Seine Identität verschleierte er dabei mittels eines Fake-Accounts. Als der Erpresser schließlich ein Foto von einem Penis auf dem Facebook-Profil der Schülerin postete, wandte sie sich an die Polizei und erstattete Anzeige. 

Die Beamten ermittelt nun wegen des Verdachts der Erpressung, der Unterschlagung des gefundenen Handys und der Beleidigung. Seitdem die Schülerin die Tat angezeigt hat, kam laut Polizei nichts mehr von ihrem Erpresser. Doch die Beamten gehen davon aus, dass er ihr iPhone noch hat. Ob das Handy keinen Sicherheitscode hatte oder ob er geknackt wurde, ist nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © dpa

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