Laut Aufdruck haltbar bis ins Jahr 2016

Widerliche Entdeckung in Katzenfutter

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Das Beweisstück, die Tüte mit den Maden, zeigen Florian und Angelika Heiß. Das Futter landete sofort im Müll, auf das Mahl musste Katze Sissi verzichten.

Garmisch-Partenkirchen - Wie widerlich: Familie Heiß findet in einem Päckchen Katzenfutter für ihre "Sissi" Maden. Der Hersteller weist die Schuld von sich.

Angelika Heiß wird immer noch übel, wenn sie an den Vorfall denkt. „Mich hat’s so gewürgt. Das war wirklich widerlich.“ Die Garmisch-Partenkirchnerin bekommt das Bild einfach nicht mehr aus dem Kopf. Das Bild der zahlreichen Maden, die ihr aus der Tüte mit Katzenfutter entgegengekrabbelt kamen.

Auch ihr Sohn Florian (18) ist stinksauer. Schließlich sollte das Fleisch das Abendbrot für seine „Sissi“ werden. Seit September gehört die junge Katze zur Familie Heiß.

Doch aus dem Festmahl wurde nichts. Denn von den Stückchen, die der Hersteller so appetitlich auf seiner Verpackung anpreist, war beim Öffnen der Tüte nicht mehr viel übrig. Für sie „ein Ding der Unmöglichkeit“. Schließlich hatte sie die Katzennahrung erst kurz zuvor gekauft, haltbar sollten die Tüten laut Aufdruck bis Juni 2016 sein.

Sie glaubt, dass weitere Katzenbesitzer ähnlich unappetitliche Erfahrungen machen könnten.

Bei dem Unternehmen ist man nun um Schadensbegrenzung bemüht. „Selbstverständlich sind wir an einer einvernehmlichen Lösung interessiert“, erklärt ein Sprecher auf eine Anfrage des Garmisch-Partenkirchner Tagblatt. „Gerne treten wir deshalb mit der Kundin in Kontakt. Wir bedauern die gemachte Erfahrung.“

Gleichzeitig weist er aber darauf hin, dass der Hersteller den Fall „nicht nachvollziehen“ könne. „Alle unsere Portionsbeutel werden beim Sterilisationsvorgang auf über 120 Grad erhitzt. Die Produkte verlassen keimfrei unser Haus. Es ist also mit Sicherheit auszuschließen, dass sich unzählige Maden zu diesem Zeitpunkt im Produkt befunden haben.“

Vielmehr glaubt der Unternehmenssprecher, „dass der betroffene Portionsbeutel auf dem weiteren Transport beschädigt wurde. Dann können Fliegen ihre Eier auf der beschädigten Stelle ablegen und Larven heranwachsen. Gegen dieses Naturgesetz sind wir, zugegeben, machtlos.“

Janine Tokarski

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